Blaue bleibt Brandmeister

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Stadtbrandmeister Heinrich Kruse (l.) gratulierte dem alten und neuen Teschendorfer Brandmeister Friedhelm Blaue zur Wiederwahl.

Teschendorf - Von Jürgen Kayser. Friedhelm Blaue lenkt auch künftig die Geschicke der Freiwilligen Feuerwehr Teschendorf-Küstorf. Dies war am Sonnabend die wichtigste Personalie bei der Jahreshauptversammlung im Schützenholz. Die Kameraden bestätigten den Feuerwehr-Chef einstimmig im Amt, das Blaue seit 15 Jahren – davon drei Jahre kommissarisch – ausfüllt.

Vor der Wahl hatte der Ortsbrandmeister berichtet, was in der Wehr 2010 lief. Laut Einsatzstatistik waren zwei Gebäudebrände zu bewältigen. Die Feuerwehrkameraden kamen außerdem bei zwei Verkehrsunfällen zwischen Teschendorf und Schneflingen zum Einsatz. Die jüngste Alarmierung datiert auf den 23. Dezember 2010. Eisregen hatte Bäume auf der Straße zwischen Küstorf und Mahnburg regelrecht umgeknickt, so dass die Feuerwehrmänner ausrücken mussten, um technische Hilfe zu leisten.

Dienst nach Plan wurde das Jahr über absolviert – Angriff und Leiterübungen sowie Hydrantenpflege waren Schwerpunkte der Arbeit, konstatierte Blaue.

Hatte sich die Ortsfeuerwehr beim Orientierungsmarsch in Gamsen noch über einen Mittelplatz gefreut, so sah sie sich bei der Herbstübung UK 4 in Küstorf vier Wochen später echt herausgefordert. Die Wehr hatte einen im Erstangriff Scheunenbrand zu löschen versucht und war dann an ihre Grenzen gestoßen, so dass mehrere Ortsfeuerwehren der Stadt nachalarmiert werden mussten. Vor allen der Einsatz von Atemschutzträgern war notwendig geworden neben dem Aufbau einer langen Wegstrecke zur Wasserförderung. „Ziel der Übung erfüllt“, hatte der stellvertretende Stadtbrandmeister Frank Müller nach der Probe aufs Exempel konstatiert.

Wittingens Stadtbrandmeister Heinrich Kruse, der über Neubeschaffungen und Gerätehäuser sprach, appellierte: „Spornt eure Kameraden an. Mitmachen, präsent sein, motiviert alle“, hatte er das Bild der Stöckener Feuerwehr vor Augen, die es nicht mehr gibt. Bis auf einen Kameraden hätten alle Stöckener Feuerwehrmänner ihren Dienst quittiert, bedauerte Kruse. Nachwuchs ist zudem gefragt.

Dem konnte Ortsvorsteher Bernd Franke, der mit seiner Kollegin Christel Linne zu Gast war, nur beipflichten: „Von Schneflingen bis Küstorf ist kein Nachwuchs mehr da. Strengt euch an.“

Eine Feierlichkeit hatte der Brandmeister anzukündigen: „In diesen Jahr soll das 75-jährige Jubiläum der Wehr gefeiert werden“, so Blaue. Außerdem beförderte der Wehrchef Florian Linne zum ersten Hauptfeuerwehrmann und Daniel Harms zum Oberfeuerwehrmann.

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