Regelbetrieb mit Erkältungswelle

Bisher kein Corona-Fall in Wittinger Kitas

Regeln der Corona-Zeit: Die Kinder in den Kitas im Stadtgebiet haben das Händewaschen schon gut verinnerlicht, sagt Stefanie Pagel-Bosker.
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Regeln der Corona-Zeit: Die Kinder in den Kitas im Stadtgebiet haben das Händewaschen schon gut verinnerlicht, sagt Stefanie Pagel-Bosker.

Wittingen/Knesebeck/Ohrdorf – Tropfende Nasen, aber kein Corona: Die Kitas im Wittinger Stadtgebiet sind nach dem Anlaufen des Regelbetriebs bisher von Covid-19-Fällen verschont geblieben.

Laut der pädagogischen Leiterin des Dachverbandes, Stefanie Pagel-Bosker, hat eine Erkältungswelle nicht für Verunsicherung gesorgt.

„Wir können damit umgehen, und die Eltern auch“, gibt Pagel-Bosker die Erfahrungen wieder, die die Kita-Teams in den letzten Wochen gemacht hätten. Die Erkältungswelle sei eine Woche nach der Sommerpause ausgebrochen, sei aber „gut zu handhaben“ gewesen.

Einige Mitarbeiterinnen der Kitas hätten Corona-Tests gemacht, die seien alle negativ ausgefallen, so Pagel-Bosker. Ob Kita-Kinder getestet wurden – und wenn ja, wie viele –, das könne sie nicht sagen. Es liege auch nicht im Ermessen der Kitas, den Familien zu einem Test zu raten – dies sei eine Frage, die die Eltern mit ihrem Hausarzt klären.

Das Land Niedersachsen hat im Juli drei Szenarien für den Kita-Betrieb formuliert und dabei auch beschrieben, wie in Kindertagesstätten mit Infekten umgegangen werden soll – und in welchen Fällen ein Kind zu Hause bleiben sollte. Der Dachverband kommuniziert diese Vorgaben für den Kita-Alltag den Eltern und den Erzieherinnen.

Aktuell gilt Szenario A, das ist der Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen. Ein Kind mit einem „banalen Infekt“ solle die Kita besuchen dürfen, wenn es keine deutliche Beeinträchtigung seines Wohlbefindens gibt. Bei Infekten „mit ausgesprochenem Krankheitswert“ solle erst die Genesung abgewartet werden, bevor das Kind dann nach 48 Stunden Symptomfreiheit ohne weitere Auflagen wieder zur Kita geschickt werden kann. Bei „schwerer Symptomatik“ soll ein Arzt aufgesucht werden.

Die Botschaft: Bei Schnupfen muss niemand zu Hause bleiben, bei Fieber dagegen schon – und die Corona-Test-Frage muss gegebenenfalls beim Arztbesuch beantwortet werden.

Pagel-Bosker ist froh, dass der Regelbetrieb „in der Realität klappt“. Sie hofft, dass Szenario B – ein eingeschränkter Betrieb wegen erhöhter Fallzahlen – nicht eintritt, und dass erst recht Szenario C allen Beteiligten erspart bleibt: eine erneute Notbetreuung, bei der nur die Kinder bestimmter Berufsgruppen betreut werden dürfen und Bewegungsangebote in geschlossenen Räumen untersagt werden. VON HOLGER BODEN

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