Radenbeckerin warnt vor falschen LSW-Mitarbeitern am Telefon

Betrüger verkaufen Stromverträge

Betrüger geben sich als Mitarbeiter der LSW aus. Am Telefon versuchen sie die Kunden mit einem niedrigen Strompreis in die Falle zu locken.
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Betrüger geben sich als Mitarbeiter der LSW aus. Am Telefon versuchen sie die Kunden mit einem niedrigen Strompreis in die Falle zu locken.
  • VonAnn-Cathrin Brey
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Radenbeck. Abzocke statt Strom-Schnäppchen – Betrüger sind mit neuer Masche unterwegs. Dieses Mal geben sie sich als LSW-Mitarbeiter aus und versuchen am Telefon neue Stromverträge abzuschließen.

Wie eine Radenbeckerin angibt, sollen die angeblichen LSW-Mitarbeiter ihr einen Vertrag angeboten haben, der Strom für 20,45 Cent/kWh beinhaltet. Der niedrige Preis habe sie stutzig gemacht.

Der Polizei sei der Fall nicht bekannt, wie Thomas Reuter, Sprecher der Polizeiinspektion Gifhorn, auf IK-Anfrage mitteilt. Reuter bestätigt aber, dass sich die Betrügermaschen besonders in der Vorweihnachtszeit häufen. „Alle wollen dann nur das Beste. Sei es ein angeblicher Telekommunikationsanbieter, eine soziale Einrichtung oder ein angeblicher Stromanbieter. Die Betrüger wollen dann nur ihren Mitbürgern ihr gut verdientest Geld aus den Taschen ziehen“, so der Polizeisprecher.

Für die LSW seien Betrügermaschen „immer mal wieder Thema“, bestätigt auch Pressesprecherin Birgit Wichert die Häufigkeit von Betrugsversuchen im Namen der LSW. Im Bezug auf den geschilderten Fall, erklärt Wichert, biete die LSW gar keine Telefongeschäfte an. Genauso wenig wie Verträge an der Haustür.

Bei Verdachtsfällen rät Polizeisprecher Reuter: „Einfach auflegen. Wenn man anfängt zu diskutieren, schließt man unter Umständen doch noch etwas ab, weil Antworten zusammengeschnitten wurden.“ Besser sei es, sich bei der regulären Firma zu melden und den Fall zu schildern. Dazu rät auch Wichert: „Kunden sollten sich bei Verdachtsfällen bei uns rückversichern. Wir als Energieversorger können erst etwas tun, wenn sich jemand dazu meldet.“ Wichtig sei zudem, sich niemals unter Druck setzen zu lassen, persönliche Daten oder die Zählernummer preiszugeben. Wer trotzdem einen Vertrag abgeschlossen habe, könne diesen immer schriftlich widerrufen.

Von Ann-Cathrin Brey

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