Geld vom Landkreis für ein Projekt, von dem auch der Wittinger Hafen profitieren soll

Beschleuniger für den Schleusenbau

Schön lang sollen sie sein, die Schiffe: Der geplante Schleusenneubau bei Lüneburg soll positive Auswirkungen auf die Wirtschaft am Elbe-Seitenkanal haben.
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Schön lang sollen sie sein, die Schiffe: Der geplante Schleusenneubau bei Lüneburg soll positive Auswirkungen auf die Wirtschaft am Elbe-Seitenkanal haben.

bo Wittingen/Gifhorn. Die neue Schleuse soll schneller fertig werden – und davon soll auch der Wittinger Hafen profitieren. Der bei Scharnebeck geplante Neubau für den Elbe-Seitenkanal wird von allen Anrainerkommunen unterstützt, darunter ist auch der Landkreis Gifhorn.

Der will in den nächsten vier Jahren 40.000 Euro beisteuern, um das Projekt zu beschleunigen.

Wie auch andere Kommunen hatte der Landkreis 2017 in Aussicht gestellt, sich an einem Personalkostenzuschuss zu beteiligen, der an das „Bündnis Elbe-Seitenkanal“ ausgezahlt werden sollte. Mit diesen Zuschüssen sollten Stellen für Ingenieure geschaffen werden, die die Planung der Schleuse vorantreiben sollten. 17 solcher Planstellen seien beim Bund – als Träger des Elbe-Seitenkanals – inzwischen geschaffen worden, erfuhr jetzt der Wirtschaftsausschuss des Landkreises in seiner jüngsten Sitzung.

Der Ausschuss gab einem Antrag des Bündnisses statt, die zugesagten Gelder in einen Sachkostenzuschuss umzuwandeln – damit sollen, so hieß es, zum Teil „kurzfristig zu entwickelnde Beschleunigungsmaßnahmen“ realisiert werden.

Man will also aufs Gaspedal drücken. Ein Vertreter der Allianz für die Region sagte dem Ausschuss, derzeit werde mit einer Fertigstellung des Vorhabens im Bereich 2025 bis 2030 gerechnet. Der Schleusenneubau soll ermöglichen, dass größere Schiffe als bisher durch den Elbe-Seitenkanal fahren können. Das bisherige Hebewerk bringt nur Schiffe von bis zu 100 Meter Länge von der Elbe in den Kanal oder umgekehrt.

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