Vermilion weist Kritik von BI an Aktivitäten im Feld Vorhop zurück

Gifhorns Nordkreis: Berechtigte Angst ums Wasser?

Vor Jahresfrist stellte Vermilion in Knesebeck (hier Sprecherin Sandra Finger) seine Pläne für neue Einpressbohrungen vor. Bedenken aus der Bürgerschaft kamen kaum, doch die BI für Trinkwasserschutz ist nicht überzeugt.
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Vor Jahresfrist stellte Vermilion in Knesebeck (hier Sprecherin Sandra Finger) seine Pläne für neue Einpressbohrungen vor. Bedenken aus der Bürgerschaft kamen kaum, doch die BI für Trinkwasserschutz ist nicht überzeugt.
  • Holger Boden
    vonHolger Boden
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Vorhop – Die BI für Trinkwasserschutz im Gifhorner Nordkreis hat erneut Kritik an den Aktivitäten des Förderunternehmens Vermilion im Ölfeld Vorhop geübt. Die Bürger fürchten, dass die Bohrung Vorhop 25, die auf Wahrenholzer Gebiet liegt, nicht sicher sein könnte.

Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

So macht die BI unter anderem geltend, dass die sogenannte Bohrungsintegrität nicht gesichert sein könnte, weil das verwendete Material in dem seit Jahrzehnten betriebenen Förderfeld zu alt sein könnte. Vermilion-Sprecherin Sandra Finger hält dem entgegen, dass die Integrität vor einer Bohrung geprüft werde: Rohre und anderes Material würden geprüft, wo nötig werde neues Material eingebaut. Man sei bei allen Aktivitäten „branchenüblichen und gesetzlichen Standards verpflichtet“. Die Aufsichtsbehörde prüfe das Projekt im Vorfeld.

Seitens der BI wird zudem befürchtet, dass die Hohlräume, die durch viele aufgegebene Altbohrungen bestehen, „Wegsamkeiten bis in den Bereich der Trinkwasserebene“ bilden könnten. Das Trinkwasserschutzgebiet Schönewörde sei nur 300 Meter entfernt, durch das geplante Einpressen von Flüssigkeit entstehe aber unter tage eine „Hochdruck-Zone“.

Finger verweist darauf, dass das Unternehmen Lagerstättenwasser in die Lagerstätte zurückführe. Ziel sei es, den Druck darin sowie die Produktion stabil zu halten. Auf den nahen Grundwasserstock geht die Unternehmenssprecherin nicht gesondert ein, versichert aber: „Bei Vermilion hat der Schutz von Mensch und Gesundheit höchste Priorität“, davon seien die Planungen und das Handeln geleitet. Alle aktiven Bohrungen würden „fortlaufend geprüft“. Bei der integren Bohrung komme es nicht zu einem Kontakt zwischen den eingeführten Flüssigkeiten und dem umgebenden Gebirge.

Dass, wie von der BI gemutmaßt, Vermilion bei einer Havarie nur mit dem Stammkapital seiner deutschen GmbH in Höhe von 25 000 Euro haftet, verneint Finger: Das Unternehmen müsse für seine bergbaulichen Aktivitäten Sicherheitsleistungen bei der Aufsichts- und Genehmigungsbehörde hinterlegen.

VON HOLGER BODEN

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