Beratungen über Schmuckstück

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Ratsmitglied Uwe Hoppmann (3. v. l.) erklärte die Gedankenmodelle für das historische Haus.

Wittingen. Es könnte mal ein Schmuckstück in der historischen Altstadt werden, das Haus Kreyenberg. Doch derzeit ist es geschlossen, verrammelt und nicht benutzbar. Immerhin ist die Bausubstanz in Ordnung, erklärte Kurt-Ulrich Blomberg am Freitagabend im Junkerhof, wo sich ein Dutzend Interessierte eingefunden hatten.

Sie wollen den „Freundeskreis Haus Kreyenberg“ auf den Weg bringen, ein nächstes Treffen am Montag, den 4. Juli um 19.30 Uhr in der Bücherei, soll weitere Fragen klären.

Bisher gibt es unterschiedliche Interessen für das Haus, das derzeit im Privatbesitz ist. „Es existieren drei bis vier Gedankenmodelle nebeneinander“, erklärte Ratsmitglied Uwe Hoppmann. Mit einem Freundeskreis könne man die Interessen und Vorschläge bündeln, den Kulturverein, den Heimatverein und den Handels-, Gewerbe und Verkehrsverein ins Boot holen. „Wir können nur gemeinsam etwas erreichen, und ein neuer Verein muss den Hut aufhaben“, sagte Hoppmann. Derzeit bekäme die Bevölkerung den Eindruck, dass nichts passiere.

Um möglichst viele Bürger der Stadt für das Haus zu begeistern, sollte man zeichnerisch darstellen, wie das Haus nach einer Sanierung aussehen könnte, kam als Vorschlag. Vor allem aber selber Hand anlegen bei der Sanierung, unter fachlicher Anleitung, hatte für viele Anwesende einen Reiz. „Die Verbundenheit mit dem Haus kann so noch gesteigert werden, wenn man selber dabei mitgearbeitet hat“, so Hoppmann. Zudem bleibe dann das durch Spenden und Zuschüsse erhaltene Geld für Material übrig. Jugendliche und Gruppen könne man mit archäologischen Veranstaltungen bei der Sanierung des Hauses für freiwillige Arbeiten gewinnen, schlug Blomberg vor.

Auch über das Nutzungskonzept muss man sich noch Gedanken machen, kaum etwas anderes als ein musealer Zweck komme hier in Frage, hieß es am Freitagabend. „Aus Denkmalschutzgründen wird kam etwas anderes möglich sein“, mutmaßte Hoppmann. Ein saniertes Haus könne später von der Stadt Wittingen übernommen werden, da der Verein wohl kaum die ständige Last oder den Betrieb gewährleisten könnte. „Damit kann die Stadt das bürgerschaftliche Engagement würdigen“, sagte Hoppmann.

Das Haus als Museum unter Landkreisobhut zu stellen, wurde als weitere Variante vorgeschlagen. Als Ziel hat sich die Gruppe das Jahr 2015 gesetzt. Dann ist das Haus von 1640 genau 375 Jahre alt. Am 4. Juli sollen, neben der Bündelung sämtlicher Informationen und der Erarbeitung einer Werbebroschüre, auch Fragen zur Satzung eines Freundeskreises erarbeitet werden.

Als Termin für die Vereinsgründung schwebt den Beteiligten am Freitag der 29. August vor.

Von Burkhard Ohse

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