Wittinger Wirtschaftsausschuss will Sanierung auf den Weg bringen / Schwerpunkte Saal und Foyer

Bekenntnis zur Stadthalle

Die Stadthalle soll fit für die Zukunft gemacht werden – was das kostet, ist noch völlig offen. Archivfoto: Boden
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Die Stadthalle soll fit für die Zukunft gemacht werden – was das kostet, ist noch völlig offen.

Wittingen. Ein deutliches Plädoyer für den Erhalt der Wittinger Stadthalle und eine Absage an einen Neubau – das waren die zwei wichtigsten Botschaften des Wittinger Wirtschaftsausschusses, der jetzt über die Zukunft der städtischen Immobilie zu entscheiden hatte.

Ein Planer soll sich nun mit der Planung von Sanierungsmaßnahmen befassen.

Im Fokus liegt dabei ein „Denkmodell“, das vom Arbeitskreis Stadthalle entwickelt worden ist. Demnach soll sich die Sanierung auf den Bereich Saal/Foyer konzentrieren. Das Restaurant und die im Gebäude befindliche Mietwohnung sind erst einmal außen vor. Ziele sind – neben der Beseitigung baulicher Mängel – eine Verbesserung der energetischen Situation und eine optische Aufwertung. Energiekosten sollen künftig einzelnen Gebäudeteilen zugeordnet werden können.

Dr. Thomas Weiland (FWG) äußerte die Sorge, dass „ohne ein Nutzungskonzept Geld verbrannt wird“. Auch der derzeitige Pächter Jan-Georg Berlinecke plädierte dafür, dass die künftige Nutzung im Vorfeld geklärt werden solle. Er wies darauf hin, dass der Saal „relativ unflexibel“ sei und mangels Aufteilbarkeit „nur eine bestimmte Art von Veranstaltungen“ zulasse.

Berlinecke monierte zudem, dass er als Pächter nicht im Arbeitskreis dabei sein durfte: „Ich hatte das von vornherein angeboten, ich setze mich mit dem Gebäude seit eineinhalb Jahren auseinander.“ Eine Erklärung zur Nichtberücksichtigung des Pächters im Arbeitskreis blieb der Ausschuss in der Sitzung schuldig.

Stadtbürgermeister Karl Ridder verwies auf den „Zeitdruck“, der auf der Stadt laste: Bis 31. Dezember 2013 läuft noch die Leader-Förderperiode – dann muss das Projekt abgeschlossen sein –, die Stadt hofft auf substanzielle Zuschüsse aus diesem Topf. Ob Wittingen ab 2014 wieder zu einem Leader-Gebiet gehören wird, steht in den Sternen.

Mit Blick auf ein noch fehlendes Nutzungskonzept zeigte sich der Ausschussvorsitzende Uwe Hoppmann (CDU) überzeugt: „Wenn der Saal saniert ist, wird es für einen Betreiber interessanter.“ Zu den zu erwartenden Kosten der Stadthallensanierung gibt es noch keine belastbaren Zahlen. Weiland gab der Befürchtung Ausdruck, das Vorhaben könne ein „Fass ohne Boden“ werden.

Von Holger Boden

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