Bausteine für Wittingen

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In den ersten Arbeitskreis-Sitzungen sprudelten eine Menge Ideen – nun müssen die Konzepte für eine lebendigere Innenstadt noch verfeinert werden.

Wittingen. – Von Holger Boden. Nach der ersten QiN-Woche ist erkennbar, in welche Stoßrichtungen sich die Initiative für eine attraktivere Wittinger Innenstadt bewegt. Von Montag bis Donnerstag tagte jeden Abend ein Arbeitskreis. Das Interesse war so groß, dass zum Teil 15 oder 20 Teilnehmer – statt wie vorgesehen 10 – teilnahmen.

Unter der Moderation des Fachinstitutes City Brokering Management (CBM) wurden bei diesen ersten Treffen Themen entwickelt und Unter-Arbeitsgruppen gebildet. Diese sollen nun bis zur zweiten Arbeitskreis-Runde Anfang Februar Grobkonzepte entwickeln.

Um folgende Bausteine, die CBM-Inhaber Hans-Günter Weiss und Wirtschaftsamtsleiter Günter Kruse gestern im Pressegespräch vorstellten, soll es gehen:

• Existenzgründer: Wie können Leerstände so ausgestattet werden, dass Existenzgründer mit geringen Mitteln schnell loslegen können? Hilfestellungen bei Miete und Pacht sowie das Erscheinungsbild der Leerstände können weitere Ansatzpunkte sein.

• Profil und Zielgruppen: Wie kann die Stadt sich optimal positionieren und auch Zielgruppen von außen ansprechen (etwa die Generation 55+)?

• Motivation: Einführung von „Sternen“ für Geschäfte mit besonderem Serviceniveau?

• Internet-Portal zu Leerständen mit vielen Zusatzinfos und zentraler Anlaufstelle.

• Leitbild: Ein Thema, das mehrere Arbeitskreise angeht. Ein Leitbild soll über das QiN- Vorstadium hinaus einen roten Faden für die Entwicklung und Ziele der Innenstadt bieten. Denkbar, dass aus der Diskussion weitere konkrete Handlungsansätze hervorgehen.

• Beschilderung/Verkehrsführung: Gilt als optimierbar, insbesondere für Ortsfremde.

• Weitere Themen: „Junge Bürger“, Touristik in Wittingen und den Ortsteilen sowie die Wiederbelebung von Wallpassage und Haus Kreyenberg.

Letzten Schliff sollen die Ergebnisse der Arbeitsgruppen im März erhalten. Das Ziel ist es, dass zeitnah Projekte umgesetzt werden, im Idealfall vielleicht sogar schon während des Vorstadiums – also bis Ende März. Abzuwarten bleibt, wie viel Geld der Stadtrat im diesjährigen Haushalt für QiN-Vorhaben zur Verfügung stellt. Daneben hofft man im Rathaus auf Förderprogramme des Landes. Die vieldiskutierte Zusammenlegung von kleinen Gewerbeflächen zu größeren Einheiten ist kein Thema mehr: „Unrealistisch“, sagt Weiss.

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