Wittinger landet weit vorn

Auszeichnung der Pflanzkartoffel-Erzeuger: Platz zwei für Markus Gebert

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Ausgezeichnete Pflanzkartoffel-Erzeuger: Kammerpräsident Gerhard Schwetje (l.) und Helge Johannes (r.), Vorsitzender der Saatguterzeugergemeinschaft in Niedersachsen (SEG), gratulierten Europlant-Berater Hans-Adolf Ferchau (Mitte) als Vertreter des Zweitplatzierten Markus Gebert aus Wittingen.

Wittingen/Wietzendorf – Markus Gebert aus Wittingen ist Niedersachsens zweitbester Vermehrer: Der Landwirt wurde beim Pflanzgut-Wettbewerb 2019 der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen und der Saatguterzeugergemeinschaft in Niedersachsen (SEG) jetzt auf Platz zwei ausgezeichnet.

Der Vermehrungsbetrieb von Gebert hatte über die Europlant Pflanzenzucht GmbH eine Partie der Sorte Belana in den Wettbewerb geschickt.

36 Z-Pflanzgut-Partien mussten im Verlauf des Wettbewerbs unter den kritischen Augen einer neutralen Bewertungskommission auf dem Versuchsfeld der Kammer in Bargstedt (Kreis Stade) ihre vorbildlichen Eigenschaften beweisen.

Alle Partien sind nach Angaben der Bewertungskommission gut und gleichmäßig aufgelaufen. Anschließend beeinträchtigten Trockenheit und zum Teil hohe Temperaturen das weitere Wachstum.

Insgesamt konnte das niedersächsische Pflanzgut wieder einmal in puncto Bestandsentwicklung und Pflanzengesundheit überzeugen, hieß es von der LWK. Am Ende war es ein sehr knappes Rennen um den Sieg: Die führenden Partien lagen in der Punktewertung gleichauf, sodass einzelne Kriterien in der Bestandsentwicklung und der Pflanzgutbonitur herangezogen werden mussten, um die Platzierungen festzulegen.

Kammerpräsident Gerhard Schwetje würdigte die erfolgreichen Vermehrer kürzlich auf der gemeinsamen Kartoffeltagung von LWK und SEG in Wietzendorf (Heidekreis). „Die neutrale Qualitätskontrolle sowie die eng beieinanderliegende, hohe Qualität der prämierten Sorten hat die führende Stellung der niedersächsischen Pflanzkartoffeln ein weiteres Mal eindrucksvoll bestätigt – das ist ein wichtiges Signal an die Kartoffelbauern im In- und im Ausland“, hob Schwetje hervor. Damit Niedersachsen seine Spitzenposition halten könne, sollten sich weiterhin möglichst viele heimische Betriebe an diesem Wettbewerb beteiligen, unterstrich der Präsident.

Das Fazit der LWK: Insbesondere vor dem Hintergrund der Verbreitung und Vermehrung von Krankheiten und Schädlingen sei es sehr wichtig, Maschinen und Lagerhäuser gründlich zu reinigen.

Zu einer konsequenten Anbau-Strategie gehöre aber unter anderem auch, das Ausbringen von Resterden zu vermeiden, stets gesundes Pflanzgut zu verwenden, Fruchtfolgen zu planen und Durchwuchskartoffeln zu bekämpfen.

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