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Die A39 und das Drumherum bei Wittingen

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Von: Burkhard Ohse

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Der Wittinger Bauausschuss sitzt bei seiner Beratung an Tischen im Foyer der Stadthalle.
Der Bauausschuss stimmte grundsätzlich dem ersten Entwurf einer Wegeplanung zu. © Ohse

Wittingen – Der geplante Weiterbau der A39 zieht umfangreiche Änderungen der Wegeführung im Wittinger Stadtgebiet mit sich. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde ein erster Entwurf über veränderte Wirtschaftswege im Bereich Eutzen/Glüsingen/Hagen vorgelegt.

Der Ausschuss hatte zu befinden, ob er grundsätzlich mit der Wegeführung einverstanden ist. „Es geht um eine erste Stellungnahme“, sagte der Ausschussvorsitzende Karl-Heinz Brandes (CDU). „Die neuen Trassenführungen wurden gemeinsam mit den Landwirten geplant“, ergänzte Fachbereichsleiter Günter Kruse. „Die handelnden Akteure vor Ort sind beteiligt.“ Petra Both (CDU) erinnerte daran, dass seit etwa zwölf Jahren Gespräche über neue Wege mit dem Amt für Regionale Landesentwicklung und der Teilnehmergemeinschaft der Landwirte im Rahmen der Flurbereinigung laufen würden. Doch insgesamt gebe es noch reichlich Klärungsbedarf, nicht nur über die Wegeführung.

So sei eine Erschließungsstraße für die östliche Erweiterung des Hafens zur B 244 noch unklar, erläuterte Kruse. Auch über finanzielle Mehraufwände sei noch nicht gesprochen worden. Einigen Ausschussmitgliedern fehlte die Gegenüberstellung der geplanten zu den jetzigen Wegen. Auch, ob es eine Brücke über die A 39 zum Hahnenberg geben wird, steht noch nicht fest. Falls es eine Brücke geben sollte, seien weitere Gespräche mit der Autobahngesellschaft notwendig, sagte Kruse. Fest stehe zumindest, dass der Eisenbahnübergang bei Eutzen sicherheitstechnisch aufgewertet werde. Denn der werde in Zukunft stärker frequentiert, so die Prognose.

Thomas Lemke (Grüne) wollte wissen, ob auch die Belange des Tourismus in den bisherigen Planungen berücksichtigt wurden. „Das kommt noch“, antwortete Kruse. Auch über die Ausbauart der Wege sei noch nicht geredet worden.

Klaus Palluck (FWG) hatte sich davor für Betonstreifen auf den Wegen ausgesprochen, „oder eine Alternative, aber kein Schotter“. Einigkeit herrschte darüber, dass die Wege die Landwirte vernünftig zu ihren Flächen führen müssen und dass die Wirtschaftswege nicht als Abkürzungen für Autofahrer genutzt werden sollen.

Die neue Wegeführung soll nach Beendigung des Entscheidungsprozesses in den Wege- und Gewässerplan eingefügt werden. Vor allem, dass die Abstimmung mit den Personen, die die neuen Wege betreffen, geführt werden soll, ließ Brandes feststellen. Und dass man selbst seitens der Politik erst einmal keine Probleme mit der derzeitigen Planung sehe. Bei Lemkes Enthaltung wurde der Plan akzeptiert, Änderungen seien aber jederzeit möglich, hieß es.

Im Zusammenhang mit dem Bau der Verlängerung der A 39 sind in den jeweiligen Abschnitten Unternehmensflurbereinigungen eingeleitet worden. Da durch die Großbaumaßnahme Autobahn die Landverluste für die einzelnen direkt betroffenen Besitzer landwirtschaftlicher Grundstücke groß sind und nach dem Bau verbleibende Restgrundstücke meistens unzweckmäßig geschnitten und somit nicht mehr wirtschaftlich nutzbar sind, ist eine Flurbereinigung notwendig. Die Abgrenzung des Verfahrens um die A 39 herum wird stark vergrößert, damit sich die Landverluste auf viele Eigentümer anteilig verteilen lassen.

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