Wittingen: Wohl Gift im Spiel

Armbrust-Fall: Obskure Gruppe suchte die „neue Welt“

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Mitarbeiter der Kripo am 13. Mai auf dem Weg in die Wittinger Wohnung an der Junkerstraße, in der die beiden Frauenleichen gefunden wurden.

Wittingen/Passau – Drei Tote in Passau, zwei Tote in Wittingen: Der „Armbrust-Fall“ sorgte vor drei Monaten bundesweit für Schlagzeilen. Jetzt hat die Polizei ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Im Passauer Fall gehen die Ermittler davon aus, dass zwei der Opfer zunächst mit K.-o.-Tropfen betäubt wurden, bevor die tödlichen Pfeile sie trafen.

Das sagte gestern der Passauer Oberstaatsanwalt Walter Feiler. In Wittingen war wohl Gift die Todesursache – das war schon oft vermutet, bisher aber nie offiziell geäußert worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die 30-jährige Armbrust-Schützin in Passau, die in Wittingen gemeldet war, ihre Begleiter mit deren Einverständnis tötete. Nachdem die Frau einen 53-jährigen Mann und eine 33-Jährige als ihre Begleiter in einer Pension in Passau erschossen hatte, richtete sie sich mit einer Armbrust. Mitarbeiter einer Pension hatten die drei am 11. Mai tot in deren Zimmer gefunden. Der Mann war Kopf einer obskuren Gruppe, in der er Frauen um sich scharte.

dpa

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