Ampel noch bis 8. Juni aus

Auf der Nöhre-Kreuzung müssen alle Autofahrer derzeit besondere Vorsicht walten lassen. Foto: Boden

bo Wittingen. Rantasten, rundumschauen, rüberfahren – nach dem Unfall vom Montag ist auf der Wittinger Nöhre-Kreuzung von allen Verkehrsteilnehmern ganz viel Vor- und Rücksicht gefragt. Eine ungewohnte Situation, doch der Verlust der Ampel-Signale hat bisher zu keinen Problemen geführt.

Das bestätigte gestern auch die Wittinger Polizei: Unfälle oder größere Behinderungen wurden bis gestern Nachmittag nicht registriert.

Böse Zungen in Wittingen behaupten gar schon, der Verkehr laufe jetzt flüssiger als mit Ampel. In der Tat gibt es auch aus Sicht von Verkehrsexperten gewisse Verkehrsdichten, bei denen eine Ampel eher hinderlich ist. Allerdings: Der Nachteil ist klar auf Seiten der schwächeren Verkehrsteilnehmer. Vor allem für Schüler und ältere Menschen gestaltet es sich nun mitunter äußerst schwierig, ohne Fußgängerampel über die zeitweise vielbefahrene Kreuzung zu kommen.

Wer dieses Schild beachtet, muss bis zu vier Straßen queren.

Dieser Zustand wird aber noch eine Weile andauern. Hans-Michael Barton, Leiter der zuständigen Straßenmeisterei in Vorsfelde, sagte gestern auf IK-Anfrage, dass das Ampelsystem wohl erst am 8. Juni wieder funktionieren werde. Bei dem Unfall am frühen Montagmorgen (das IK berichtete) war der Schaltkasten für die Lichtzeichenanlage komplett zerstört worden. Die Straßenmeisterei hat Berton zufolge bei der Wartungsfirma die Reparatur des Systems bereits in Auftrag gegeben. Allerdings müsse die notwendige Apparatur erst gefertigt werden: „So etwas liegt nicht auf Lager.“ Die Wartungsfirma habe als wahrscheinlichen Termin für die Installation den 8. Juni genannt. Die Kosten bezifferte Barton auf über 10 000 Euro. Diese würden dem Verursacher in Rechnung gestellt.

Nach Stand der Dinge ist das der 27-jährige Stendaler, der bei dem Unfall einem Tanklaster die Vorfahrt genommen hatte. Der Unfallhergang sei nach Stand der Ermittlungen eindeutig, sagte gestern Polizeisprecher Thomas Reuter. Der Stendaler liege mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus.

Eine ersatzweise Verkehrsregelung, wie man sie aus großen Städten mitunter kennt, kommt im Fall der Nöhre-Kreuzung laut Reuter nicht in Frage: Die Abstellung eines Verkehrspolizisten sei heutzutage nicht mehr leistbar. Verkehrsregelung durch die Polizei gebe es nur in Ausnahmefällen – unmittelbar bei Unfällen, an Bahnübergängen oder wenn sich große Behinderungen abzeichnen.

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