Private Initiative für Weihnachtsbaum an Kaisers Eck / HGV plant Dauerbuden in Langer Straße

Advent: Wittingen rüstet auf

Harald Fischer (vorn, v.l.), Hanns Winkelmann und Jochen Bellin wollen den Ortsrat für ihre Idee gewinnen. Hinten die künftigen CDU-Ratsherren Ulrich Siemer (l.) und Lothar Brause.

Wittingen. Vorweihnachtszeit in Wittingen – noch vor einigen Jahren bedeutete das im Wesentlichen einen zweitägigen Adventsmarkt mit zum Teil eher mäßigem Zuspruch.

Nun, im Jahr von QiN und einem aufstrebenden HGV, gibt es viele kleine Initiativen, die sich am Ende zu einem bunteren und festlicheren Advent in der Innenstadt addieren könnten.

Da ist zum einen natürlich der Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr zum zweiten Mal von den Wittinger Landfrauen und der Kirchengemeinde auf die Beine gestellt wird, „mit freundlicher Unterstützung des HGV und der Stadt Wittingen“, wie es auf den Plakaten heißt. Die stimmungsvolle Veranstaltung rund um die Kirche stieß bei ihrer Premiere im letzten Jahr auf viel Zuspruch, und so sind Vorfreude und Erwartungen vor der zweiten Auflage am 26. November (14 bis 19 Uhr) groß.

Es tut sich aber noch mehr: Eine Initiative von alteingesessenen Wittingern will sich darum kümmern, dass zur Adventszeit ein Weihnachtsbaum an Kaisers Eck aufgestellt wird. Mit dabei: Pflanzenfachmann Hanns Winkelmann, Jochen Bellin und Harald Fischer, die – im Bewusstsein für die finanzielle Lage der Stadt – die Tanne, die Lichterkette und den nötigen Sockel spendieren wollen. Sie sehen das als ein erstes Projekt der „APO“, der außerparlamentarischen Opposition, deren Wirken Bellin einst angekündigt hatte. Hilfe wollen sie sich außerdem vom Elektro-Experten Wilhelm Schulenburg holen.

Der Stromanschluss für die Beleuchtung gilt als unproblematisch, weil in dem Hochbeet vor „Scheppi“ ein Kabel liegt, das von der Stadt bislang nicht genutzt wird. Bellin und Co. setzen dabei auf die Kooperation der Kommune.

Als Entrée zur Innenstadt sei Kaisers Eck ein wichtiger Punkt, begründet Fischer den Vorstoß. Der HGV begrüße die Idee. Wenn das Ganze in Wittingen gut ankommen, könne eine regelmäßige Einrichtung daraus werden. Überhaupt: Fischer hatte jüngst schon in der Mitgliederversammlung des HGV zu Protokoll gegeben, dass es denkbar sei, in Wittingen etwas ähnliches wie die Bromer Aktiv-Rentner ins Leben zu rufen – ein rüstige Truppe, die sich um Ortsbildpflege und anderes kümmert.

Für die APO ist wichtig, dass der Ortsrat seinen Segen für den neuen Weihnachtsbaum gibt. Daher waren gestern zum Ortstermin auch die neuen Mitglieder der CDU-Fraktion geladen, von denen man sich nun erhofft, die Sache per Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung der konstituierenden Sitzung in der nächsten Woche zu bringen. Auch das Plazet der Polizei will Bellin einholen, weil die Tanne für Autofahrer die Sicht an Kaisers Eck einschränken könnte.

Auch vom HGV kommt eine weitere Initiative für den Wittinger Advent: Vom 28. November bis 24. Dezember sollen täglich zwei Buden mit Bratwurst, Glühwein und alkoholfreiem Bier vor der Eisdiele an der Langen Straße stehen. An Stehtischen, umrahmt von Tannenbäumen, können Besucher der Innenstadt dort eine Pause einlegen.

Natürlich soll auch vor der St. Stephanuskirche wieder ein großer Weihnachtsbaum platziert werden. Die Stadt hofft derzeit noch auf Unterstützung durch Gartenbesitzer, die ein stattliches Exemplar zur Verfügung stellen – für den Marktplatz oder auch für einen der kleineren Orte der Stadt. Wer eine Baumspende tätigen möchte, wendet sich unter (05831) 26141 an Frau Schomburg.

Von Holger Boden

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