Reptilien- und Spinnenausstellung in Wittinger Stadthalle kommt sehr gut an

Abstecher zu Leo und Zac

Hart ist der Schildkrötenpanzer. Das konnten die Besucher am Wochenende in der Wittinger Stadthalle herausfinden. Dorthin hatte eine Reptilien- und Spinnenausstellung eingeladen.

Wittingen. Während es am Wochenende auch tagsüber bis zu minus 10 Grad kalt war, herrschten in der Wittinger Stadthalle hingegen angenehme Temperaturen. In den Käfigen der Echsen, Schlange, Spinnen und Co.

, die am Sonnabend und Sonntag dort ausgestellt waren, war es dank Heizlampen noch wärmer.

Ritteranolis, Leopardengecko, Brillenkaiman, Roter Teju oder Gürtelschweif gab es im wahrsten Sinne des Wortes zu entdecken, denn viele Tiere verkrochen sich oder waren so gut getarnt, dass man vor den Käfigen ein wenig suchen musste. Bilder zeigten schon einmal, nach welchen Strukturen und Farben man zu schauen hatte.

Ganz unbeeindruckt thronte der grüne Leguan Leo ohne Käfig auf einem Baum im Saal. „Der kennt den Rummel, der ist es gewohnt und wird nicht nervös“, erklärten die Mitarbeiter. Ganz cool ließ er sich herumreichen und zuckte nicht mal mit den Augen.

Tapfer: Robin aus Knesebeck ließ sich eine Schlange um den Hals hängen.

„Wir haben auf unserer Farm in Parchim mehr als 500 verschiedene Tierarten, um die sich fünf Leute kümmern. Mit einem Teil der Tiere reisen wir durch Deutschland, um sie zu zeigen. Dabei kommen wir auch etwa alle zwei Jahre in den Landkreis Gifhorn, aber immer mit anderen Tieren. In Wittingen sind wir das erste Mal“, sagte Nadja Hein, die mit ihrer Familie die exotischen Tiere vorführte. Vor allem Kinder waren ganz wild darauf, eine echte Schlange zu berühren, auf einer Schildkröte zu reiten oder den Leguan Leo auf den Schoss sitzen zu haben, während ihre Eltern fleißig fotografierten.

Am Ende gab es die Möglichkeit, exotische Tiere aus Kunststoff zu kaufen. Fotos: Ohse

Spornschildkörte Zac durfte sogar den Käfig verlassen. Das 160 Kilogramm schwere Tier, laut Hein noch nicht ausgewachsen, nutzte die Gelegenheit, um durch die Stadthalle zu laufen. „Der Panzer ist hart“, stellten einige Kinder fest, die auf den Schild des afrikanischen Tieres, das in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet schon sehr dezimiert ist, klopften. Die Schlange, die man sich um den Hals hängen lassen konnte, war dagegen war warm und weich. Dass Lagio dora difficilis aggressiv und gefräßig ist, konnte man glücklicherweise nicht erfahren, sondern schon in der Beschreibung lesen. Die große Spinne bringt es auf neun Zentimeter Körperlänge, erfuhren die Besucher.

Im Foyer der Wittinger Stadthalle präsentierte die Familie Hein vor allem Spinnen, Skorpione und Insekten, davon viele konserviert. Und vor dem Weg nach Hause gab es Gelegenheit, ein exotisches Tier zu kaufen, diesmal allerdings aus Kunststoff.

Von Burkhard Ohse

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