OHE-Areal: Vielleicht Räumung 2018

Abschied von Schienen und Schuppen

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Auf dem OHE-Gelände sollen bald die Spuren der Eisenbahn-Zeit verschwinden. 

Wittingen. Fünf Hektar, die für Wittingen richtig interessant werden können. Was kann man aus dem brachliegenden ehemaligen OHE-Gelände am Bahnhof machen?

Möglichkeiten für die künftige Nutzung erhofft sich die Stadt als neuer Eigentümer von einer Entwicklungsstudie, die derzeit vom Braunschweiger Büro Ackers & Partner erarbeitet wird. Etwa Anfang Dezember soll das Papier vorliegen.

Laut Wirtschaftsamtsleiter Günter Kruse hat die Stadt den Planern gewisse Leitplanken für die Denkrichtung aufgestellt: Grundlage sei der politische Wille, möglichst ein Gewerbegebiet mit Dienstleistungsunternehmen einzurichten. Das Büro soll dafür verschiedene Gestaltungsvarian-ten vorlegen und die Möglichkeiten der verkehrlichen Erschließung prüfen.

Zudem, so Kruse, ist auch ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben worden: Rund um das Bahnhofsareal ist – nicht nur durch die erhoffte Nutzung der OHE-Fläche – künftig mit veränderten Verkehrsströmen zu rechnen. Die IGS wächst, in der Nachbarschaft wird der Kita-Container stehen, und auf die Bahnhofstraße kommt irgendwann der Stundentakt der Regio-Bahn zu, was sich in häufiger geschlossenen Schranken niederschlagen wird. Ein A 39-Bau mit zwei Auffahrten bei Wittingen könnte das Szenario zusätzlich stark verändern.

Zunächst einmal wird sich die Stadt in den nächsten Monaten damit befassen, die Räumung des Geländes von den Zeugnissen der Wittinger OHE-Ära vorzubereiten. Dabei müssen auch umweltrechtliche Belange beachtet werden. Kruse hält es für realistisch, dass 2018 die Herrichtung des Areals über die Bühne geht: „Wir wollen die Fläche attraktiv darstellen“, sagt er. Schienen und Schuppen sollen verschwinden.

Im südlichen Bereich bleibt laut Kruse nahe dem Gelände von Brio-Tours ein Schienenstrang erhalten. Ein Schienenanschluss für Gewerbebetriebe sei, so der Wirtschaftsamtsleiter, grundsätzlich möglich, bisher sei das aber in den Überlegungen kein Thema gewesen.

Liegt die Entwicklungsstudie vor, soll sie dem Ortsrat und den zuständigen Fachausschüssen vorgelegt werden. Zu den weiteren Hausaufgaben der Stadt gehört dann die Bauleitplanung für das Gelände. Das alte OHE-Gebäude soll nach heutigem Stand erhalten bleiben, ein bisher vorliegendes Nutzungskonzept, das noch mit detaillierteren Zahlen unterlegt werden soll, geht von grob 500.000 Euro Sanierungskosten aus.

Von Holger Boden

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