Nach langer Zeit: Knesebecker Wunsch soll Realität werden

Abgespeckte Schulküche

Der Werkraum, der zum Teil eine Schulküche werden soll: der Schulausschuss bei einer früheren Begehung in der Knesebecker Grundschule.  
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Der Werkraum, der zum Teil eine Schulküche werden soll: der Schulausschuss bei einer früheren Begehung in der Knesebecker Grundschule.  

Knesebeck – In Zeiten stabiler Finanzen wurde lange nichts daraus – nun scheint es, dass die Knesebecker Grundschule ausgerechnet im Schatten der Corona-Krise ihre lang ersehnte neue Schulküche bekommt.

Der Schulausschuss gab in seiner jüngsten Sitzung seinen Segen für eine abgespeckte Variante.

„Das Thema beschäftigt uns wahrlich schon lange“, räumte der Ausschussvorsitzende Hermann Lahmann (CDU) ein. Und Jörg Bialas, der an eine Begehung des bestehenden Multifunktionsraums erinnerte, meinte, die Küche sei notwendig für das pädagogische Konzept: „Ich denke, uns bleibt kein Spielraum, etwas anderes zu entscheiden.“

Kämmerer Thomas Flaak, der dem Ausschuss zu Beginn die prekäre finanzielle Situation geschildert hatte, mahnte hingegen: „Wir müssen mal irgendwo sparen.“ Allein im Schulbereich stünden Investitionen mit einem Volumen von 2 Millionen Euro an, darunter essenzielle Posten für den Brandschutz.

Für die Schulküche war ein Ansatz von 80 000 Euro eingeplant. Dörte Dreblow (CDU) bot Schulleiterin Annett Rietz an, die Landfrauen könnten Know-how zu Verfügung stellen. Rietz dankte dafür, sagte aber auch, dass es ohne die Küche schwierig sei, das Thema „gesunde Ernährung“ zu vermitteln.

Weil ein zweiter Fluchtweg fehlt, ist die frühere Schulküche im Keller seit sechs Jahren gesperrt. Vom Multifunktionsraum, der eigentlich ein Werkraum ist, soll etwa ein Drittel für die neue Küche abgetrennt werden.

Stadtbürgermeister Andreas Ritter warf die Frage auf, ob das Ganze denn so teuer werden müsse: „80 000 Euro erscheint mir doch ziemlich viel.“ Bei Rietz stieß Ritter damit auf offene Ohren: „Wir könnten uns auch 40 000 Euro als Höchstsumme vorstellen.“

Und dann half noch eine Wortmeldung von Elternvertreter Norman Wiecha dem Ausschuss, zu einem positiven Votum zu finden: „Die Eltern stehen hinter dem Projekt“, sagte Wiecha – und bot an, dass auch Eigenleistungen durch die Erziehungsberechtigten erbracht werden könnten.

Der Ausschuss empfahl daraufhin einstimmig, 30 000 Euro für das Projekt in den Etat 2021 einzustellen.

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