A 39: Wirtschaftsweg zu lang

An der Gifhorner Straße in Ehra ist eine Verkehrsberuhigung geplant.

Ehra-Lessien. Nicht einverstanden erklärt sich der Gemeinderat Ehra-Lessien mit der geplanten Trassierung der land- und forstwirtschaftlichen Wege zur Querung der A 39. Diese seien viel zu lang und daher unwirtschaftlich. Grund genug für die Ratsmitglieder eine Stellungnahme an die Niedersächsische Landesbehörde zu verfassen. Von Carola Peiser

Aus Sicht der Gemeinde – in Absprache mit der örtlichen Forst- und Landwirtschaft sowie der Jagdgenossenschaft Ehra-Lessien – muss der Weg von Lessien nach Barwedel in seiner jetzigen Form beibehalten werden. Daran ist die Verlängerung des Allerbuschweges auf kürzestem Weg anzubinden. Die Umsetzung soll durch eine Kreuzung in der jetzigen Trasse des Weges von Lessien nach Barwedel erfolgen.

Des Weiteren forderndie Ratsmitglieder, dass – unter Berücksichtigung der Belange zur Querung der „Riehe“(Bullergraben) – die Autobahntrasse möglichst niedrig imBereich des Ortsteils Lessien vorbei geführt wird. Dadurch könne einerseits den Belangen des Naturschutzes Rechnunggetragen werden, andererseits würden die Beeinträchtigungen durch Lärm von der Autobahn 39 für die Einwohner so gering wie möglich gehalten werden.

Für Diskussionen sorgte die geplante Verkehrsberuhigung an der Gifhorner Straße. CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Fricke könne keine Grundsatzbeschlüsse treffen, solange er keine genauen Kosten kenne und daher nicht zustimmen. Obwohl es ihm seine Parteigenossen gleich taten, setzte sich die SPD-Mehrheit im Gemeinderat durch.

Wie Reissig die Einwohner informierte, sind ein neuer Geh- und Radweg sowie eine Querungshilfe geplant, damit der Verkehr in den Ort hinein gebremst wird. Die Kosten schätzt die Bürgermeisterin auf etwa 22 000 Euro. Die Anlieger werden lediglich bei der Pflasterung des Gehweges mit 40 Prozent Beteiligung zur Kasse gebeten.

Über diese Entscheidung zeigte sich Rolf Schmidt in der Einwohnerfragestunde überrascht: „Ich bin erstaunt. Auf der Fallerslebener Straße ist viel mehr Verkehr und auch viel mehr Stau, besonders zur Rushhour.“ „Maßnahmen sind an allen Ortseingängen geplant“, beruhigte Reissig. Nach der Grenzöffnung habe man eine Verkehrszählung vornehmen lassen, bei der sich herausstellte, dass die Belastung auf allen Ortseingangsstraßen gleich hoch sei.

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