Planfeststellungsbeschluss für südlichen Abschnitt rückt näher

A 39: Bürgerinitiativen kündigen Klagen gegen Abschnitt Wolfsburg-Ehra an

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A 39-Protest bei Jembke – nach einem Planfeststellungsbeschluss dürfte es vor Gericht gehen.

bo Wolfenbüttel/Isenhagener Land. Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) hat jetzt Klagen gegen den südlichen A 39-Abschnitt Wolfsburg-Ehra (7) angekündigt.

LBU-Vertreter Eckehard Niemann glaubt, dass damit sogar das komplette Autobahn-Projekt zwischen Lüneburg und Wolfsburg „zu Fall gebracht werden“ könne.

Niemann verweist darauf, dass durch die Nicht-Realisierung eines einzelnen Abschnitts kein „Planungs-Torso“ entstehen dürfe. In anderen der insgesamt sieben A-39-Abschnitte sehe er aber „K.O.-Faktoren“, etwa das Ortolan-Vorkommen bei Bad Bodenteich oder die Durchschneidung eines FFH-Gebiets. Mit einer Bau-Erlaubnis für Abschnitt 7 wolle man „Fakten schaffen“, mutmaßt Niemann.

Von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr heißt es auf IK-Anfrage, dass grundsätzlich auch einzelne Abschnitte gebaut werden könnten, sofern sie „verkehrswirksam“ sind. Dazu reiche auch eine vorübergehend nur regionale Verkehrswirkung, also das Münden in eine Bundes- oder Landesstraße. Die Behörde kündigte an, dass der Planfeststellungsbeschluss für Abschnitt 7 im zweiten Quartal erfolgen solle.

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