Beschluss für südlichsten Abschnitt im Frühjahr – aber Klagen sind abzusehen

Zwischen Wolfsburg und Lüneburg: A 39 vor dem Baustart?

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Protestplakat gegen die A 39 bei Jembke: Der dortige südlichste Abschnitt könnte bald Baureife erlangen. 

Isenhagener Land/Wolfsburg. Wird 2018 das Jahr des ersten Spatenstichs für die A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg? Nach Informationen, die Wittingens Stadtbürgermeister Karl Ridder vorliegen, wird „in Kürze“ das Planfeststellungsverfahren des südlichsten Abschnitts 7 (Tappenbeck-Ehra) beendet.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss könnte dann theoretisch gebaut werden.

Jens-Thilo Schulze, Sprecher der niedersächsischen Straßenbaubehörde in Wolfenbüttel, bestätigte gestern auf IK-Anfrage den groben Zeitplan: Demnach sei der Abschluss des Planfeststellungsverfahrens für „dieses Frühjahr“ vorgesehen. Allerdings rollen dann nicht sofort die Bagger. Der Beschluss wird zunächst für eine bestimmte Frist ausgelegt – und wer im Vorfeld Einwände gegen die Planung erhoben hat, hat dann Gelegenheit, juristisch gegen das Projekt vorzugehen. Dies wiederum ebenfalls innerhalb einer bestimmten Frist.

Dass Klagen kommen werden, gilt als sicher – Autobahngegner haben das im Laufe der vergangenen Jahre immer wieder angekündigt. Es dürfte dann also an den Gerichten liegen, ob und wann die Arbeiten beginnen.

Ridder sagte außerdem, ein Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 6 (Ehra-Wittingen) sei ihm für das zweite Halbjahr 2019 avisiert worden. Behördensprecher Schulze wollte das so konkret nicht bestätigen – man müsse zunächst „abwarten, wie das Verfahren läuft“.

Der Norden der geplanten Autobahntrasse scheint in Sachen Planungsreife im Hintertreffen gegenüber den südlichen Abschnitten zu sein: Für Abschnitt 1 bei Lüneburg läuft ein Planänderungsverfahren, zu dem derzeit 380 Einwendugen ausgewertet werden, die bis 8. November letzten Jahres eingegangen waren. Für Abschnitt 2 (Lüneburg-Bad Bevensen) wird für das laufende Quartal mit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens gerechnet.

Von Holger Boden

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