Organisationsteam erwartet keine deutliche Besserung der Pandemie-Lage

777 Jahre Knesebeck: Festwochenende im Juli bereits abgesagt

Das Festwochenende zum 777-jährigen Bestehen Knesebecks im Juli wird nicht stattfinden.
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Das Festwochenende zum 777-jährigen Bestehen Knesebecks im Juli wird nicht stattfinden.
  • Florian Schulz
    vonFlorian Schulz
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Nun hat die Pandemie auch die Planungen zum für die 777-Jahr-Feier in Knesebeck durcheinandergewürfelt. Der Höhepunkt des Jubiläumsjahres sollte das Festwochenende vom 16. bis 18. Juli werden – das ist nun zum großen Bedauern aller Beteiligten abgesagt.

Knesebeck – Das Organisationsteam hatte sich den März als Zeitpunkt gesetzt, um eine abschließende gemeinsame Entscheidung zu treffen, ob die Planungen unter Pandemie-Gesichtspunkten fortgeführt und verbindliche Vertragsabschlüsse getätigt werden sollen. Das Team war sich nun einig, dass mit einer nachhaltigen Verbesserung der aktuellen Situation auf absehbare Zeit nicht gerechnet werden kann.

So ist es völlig unklar, wann wieder Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen stattfinden dürfen, und welche Anforderungen an Hygienekonzepte es dann gibt. Hinter der Entscheidung steht auch die Einschätzung, dass bis Juli längst nicht alle Bürger gegen das Corona-Virus geimpft sein dürften – ein ungezwungenes Fest in vier Monaten scheint damit außer Reichweite.

„Es war eine schwere, aber notwendige und einstimmige Entscheidung, denn das geplante Jubiläumsfest wird auf keinen Fall das sein können, was wir uns bei der Planung vorgestellt hatten“, sagt Matthias Rode, Sprecher des Organisationsteams. „Auch von Seiten der Regierung wird klar kommuniziert, dass Großveranstaltungen erst wieder bei einer ausreichenden Immunität in der Bevölkerung sicher abgehalten werden können – und ein Super-Spreader-Ereignis wollen wir unter keinen Umständen erschaffen.“

Andere Projekte werden aber weitergeplant: Das ursprünglich für das letzte Wochenende im April vorgesehene Knesebecker Kulturwochenende – mit einer Ausstellung von Knesebecker Künstler und Lesungen aus Werken von Knesebecker Autoren in der Integrationswerkstatt – wird aufgrund der Situation auf Anfang Oktober verschoben. Der genaue Termin soll noch bekanntgegeben werden.

Das letzte Wochenende im April soll weiterhin der Startpunkt der Jubiläumsaktionen bleiben: Die Aktion „Knesebeck in der Tüte“, die das Frühjahr und den Sommer über laufen soll, startet am 24. und 25. April vor dem Rathaus.

Und das steckt dahinter: Die Gruppe „Kult-7“ – dazu gehören sieben Knesebecker und Knesebeckerinnen zwischen 28 und 70 Jahren – ist seit mehr als einem Jahr aktiv, um mit dieser Aktion ein besonderes Angebot zusammenzustellen: eine Tüte gefüllt mit (lokalen) Anregungen und Erzeugnissen zum Genießen, mit Orts-Kultur, Nützlichem und Dekorativem. Der Inhalt soll Jung und Alt in Kontakt bringen und nicht nur die Familien, sondern auch die Gemeinschaft im Ort stärken.

Mehrere Einrichtungen und Einzelpersonen haben die „Kult-7“ unterstützt. Die Ausgabe der Tüten soll im sicheren Format zum Mitnehmen erfolgen. Die Spende von 7,77 Euro pro Tüte soll den Heimat- und Kulturverein unterstützen.

Zudem hat der Arbeitskreis „Publikationen“ neben der Neuauflage des Buches „Knesebeck – Geschichte eines Dorfes“ auch einen 120 Seiten starken Bildband mit historischen Fotos und Postkarten über das „Bildschöne Knesebeck“ zusammengestellt. Beide Werke gehen demnächst in den Druck.

Ein Highlight soll die Herstellung des Knesebecker Jubiläumsbieres werden. Die auf heimischer Ackerscholle angebaute Braugerste wurde im letzten Sommer geerntet und im Herbst vermälzt (IK berichtete). Nun folgen das Brauen und die Abfüllung. Ab Mitte Mai können die Knese-becker es in die neuen Jubiläumsgläser füllen.

Trotz aller Einschränkungen freuen sich die Verantwortlichen auf die Umsetzung der verbliebenen Projekte. Die Planungen des Festwochenendes sollen nicht vergebens gewesen sein, denn das Team hat beschlossen, dass bei einem Wunsch nach einer Feier des 780-jährigen Bestehens des Ortes im Jahr 2024 die Unterlagen zur Verfügung gestellt werden können – sofern die Durchführung dann möglich ist.

Infos auch unter: www.knesebeck.org oder bei Facebook unter „777 Jahre Knesebeck“.

(Von Rita Temme)

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