Düngemittel: Bollmer will in Wittingen saisonal bis zu 15 Leute beschäftigen

2-Millionen-Invest am Hafen

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Der Düngemittel-Dienstleister Bollmer investiert am Wittinger Hafen. Fünf Tanks sind geplant, zwei stehen schon. Die restlichen drei Behälter werden auf dem Schrottplatz-Areal entstehen.

Wittingen. Mit dem Düngemittel-Dienstleister Bollmer drängt ein neuer Player auf den Agrar-Markt im Isenhagener Land und angrenzenden Gebieten.

Der Standort Wittingen schließe eine Lücke zwischen weiter westlich und weiter östlich gelegenen Geschäftsgebieten, sagt Bernd Lücke, als Geschäftsführer zuständig für das Dünger-Tanklager, das derzeit am Hafen entsteht.

Fünf Tanks sind geplant, zwei davon stehen schon. Die aktuelle Kapazität von 10 000 Tonnen wird laut Lücke zweimal jährlich umgeschlagen und soll am Ende auf 25 000 Tonnen angewachsen sein. Die noch fehlenden drei Behälter sollen auf dem verbliebenen Schrottplatz-Areal entstehen, dieses werde bis Ende des Jahres geräumt. Lücke geht davon aus, dass die drei Tanks 2019 gebaut werden.

Insgesamt 2 Millionen Euro will das Unternehmen, das 1993 im emsländischen Wietmarschen an den Markt ging, im Wittinger Hafen investieren. Die Kundschaft holt sich ihren Dünger am Tankomat ab, bekommt ihn auf den Hof geliefert oder auch auf dem Feld per Spezialmaschine ausgebracht. Weil auch diese Dienstleistungen zum Portfolio von Bollmer gehören, rechnet Lücke mit einer Personalstärke von 7 bis 15 Mann während der Düngezeit – wie viele Arbeitsplätze es am Ende genau sind, das werde man sehen. Auch abseits der Hochsaison sei der Standort mit drei bis vier Mitarbeitern besetzt. Insgesamt hat Bollmer 100 Mitarbeiter an 10 Standorten.

Das Unternehmen bringt, wie Vertriebsmitarbeiterin Carolin Brathe erläutert, ein „grünes“ Selbstverständnis mit: „Wir haben uns auf die neue Düngeverordnung eingestellt.“ Für die Herstellung der Dünger würden Nebenprodukte aus der Industrie genutzt. Man lege Wert auf Ressourcen- und Grundwasserschonung und wende entsprechende Verfahren an. Den Effekt habe man sich bisher allerdings nicht zertifizieren lassen, räumt Lücke ein.

Der Nordkreis ist ein Gebiet mit viel Kartoffelanbau, das mache die Region „sehr interessant“, sagt Lücke. Vom Wittinger Hafen aus soll ein Umkreis von 100 bis 150 Kilometer erschlossen werden.

Von Holger Boden

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