Ziel: „Optimierung der Ölförderung“

Zwischen Schönewörde und Knesebeck: Vermilion Energy verlegt neue Leitung

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Zwischen Vorhop und Knesebeck wird momentan der Graben für die neue Leitung ausgehoben, die Lagerstättenwasser vom Vermilion-Betriebsplatz in Schönewörde zur Verteilerstation transportieren soll.

Schönewörde/Vorhop/Knesebeck – Es wird gebaggert zwischen Vorhop und Knesebeck: Eine neue Lagerstättenwasserleitung soll künftig das zuvor vom Erdöl getrennte Lagerstättenwasser vom Vermilion-Betriebsplatz in Schönewörde zur Verteilerstation im Erdölfeld Vorhop-Knesebeck transportieren.

„Die neue Leitung wird uns ermöglichen, die bestehenden Bohrungen auch weiterhin für die Erdölförderung optimal zu nutzen und damit die Ölförderung im Erdölfeld Vorhop-Knesebeck zu optimieren“, teilte Sandra Finger, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Vermilion Energy, dem IK mit.

Seit Anfang Oktober erfolgen zwischen Schönewörde und Knesebeck bauliche Aktivitäten. Nach aktuellem Stand wurde entlang einer Strecke von etwa 3,5 Kilometern der Mutterboden abgetragen. Die Gesamtlänge der Leitung beträgt etwa 6 Kilometer. Der genannte Abschnitt von 3,5 Kilometern ist vom Betriebsplatz in Schönewörde aus betrachtet der zweite Bauabschnitt. Momentan erfolgt der Bau des Grabens und die Verklebung der Rohre, die anschließend in den Graben niedergelassen werden. Die Hauptaktivitäten entlang des ersten Teilabschnitts werden laut aktueller Planung ab Januar 2020 erfolgen, mit ersten Abtragarbeiten des Mutterbodens im Dezember. Die Arbeiten werden voraussichtlich Mitte März 2020 beendet sein. Es kann dabei – je nach Witterung und betrieblichen Erfordernissen – gegebenenfalls zu Verzögerungen kommen.

Warum wird die neue Leitung gebaut? Im Laufe der Erdölförderung ist der Lagerstättendruck gesunken. Ein gängiges Verfahren, um ihn wieder zu erhöhen, ist die Zurückführung des Lagerstättenwassers in die Lagerstätte. Dies wird als sekundäre Förderung bezeichnet. „Die neue Leitung ermöglicht uns, die bestehenden Bohrungen im Erdölfeld Vorhop-Knesebeck weiter für die Erdölförderung zu nutzen“, erklärte Finger. Mit dem sogenannten Horizontalspülbohrverfahren wird die neue Leitung mit einem Mindestabstand von sieben Metern unter dem Elbe-Seitenkanal geführt.

Als weitere Maßnahmen sind die Ablenkung von Injektionsbohrungen sowie die Konvertierung einer Produktions- in eine Injektionsbohrung geplant. Eine Injektionsbohrung ist in diesem Fall eine Bohrung, die zum Einleiten von Wasser in den Untergrund genutzt wird. „Über diese Bohrungen führen wir Lagerstättenwasser zurück in die Lagerstätte, um den Förderdruck stabil zu halten“, führte Finger aus. „Eine Ablenkbohrung ist unsere bevorzugte Variante im Vergleich zu einer Neubohrung, da sie keinen neuen Bohrplatz und weitere Flächen erfordert.“

VON DENNIS KLÜTING

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