Samtgemeinde bereitet Einführung der Ganztagsschule vor

Zwei Anbieter für die Betreuung in Wesendorf

An der Wahrenholzer Grundschule bietet das DRK bereits eine Nachmittagsbetreuung an. Diese findet im ehemaligen Bürgerhaus statt.
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An der Wahrenholzer Grundschule bietet das DRK bereits eine Nachmittagsbetreuung an. Diese findet im ehemaligen Bürgerhaus statt.

Wesendorf – Um die Einführung der Ganztagsschule an den drei Grundschulen in der Samtgemeinde Wesendorf vorzubereiten, haben sich nun zwei mögliche Anbieter für die Nachmittagsbetreuung vorgestellt, wie Samtgemeindebürgermeister René Weber nun im IK-Gespräch berichtete.

Sowohl das DRK, das für mehrere Schulen, beispielsweise im ehemaligen Bürgerhaus in Wahrenholz bereits die Nachmittagsbetreuung anbietet, hat sich dabei ebenso vorgestellt wie die Diakonie Kästorf.

„Diese bietet etwa in der Samtgemeinde Brome die Nachmittagsbetreuung an“, so Weber. „Somit erfüllen beide Bewerber die für uns wichtigste Voraussetzung, die schon im Vorfeld formuliert wurde: Sie bringen umfassende Erfahrung mit.“

Nun steht die Arbeitsgruppe, die die Einführung der Ganztagsschule vorbereitet, vor der Fragestellung nach weiteren Kriterien für die Anbieterauswahl für die Nachmittagsbetreuung.

Bisher war immer mit einer zeitgleichen Einführung der Ganztagsschule an allen drei Grundschulen geplant worden. „Eventuell muss man auch davon Abstand nehmen“, sagte Weber. Schließlich sei beispielsweise die Frage nach einer Mensa in Wesendorf deutlich unkomplizierter zu beantworten als etwa in Groß Oesingen. „In Wesendorf kann die Mensa der Oberschule genutzt werden, das könnte vergleichsweise schnell umgesetzt werden. In Groß Oesingen wird ja extra eine Mensa gebaut.“ Andererseits würde eine einzelne Ganztagsschule als eigene Schulform gelten – Eltern könnten also auch ungeachtet des Wohnorts ihre Kinder dort anmelden. „Ob es sinnvoll ist, das Kind nun in Wesendorf anzumelden, nur, weil der Bau der Groß Oesinger Mensa noch ein halbes Jahr dauert, lassen wir mal dahingestellt“, sagte Weber. Dennoch müsse man sich auch mit solchen Überlegnungen beschäftigen.

Die Zusage der niedersächsischen Landesregierung, ab 22. Juni wieder alle Kinder zu betreuen, die einen regulären Kita-Platz haben, stieß bei Weber auf Irritation. „Ich bin nicht sicher, ob sich das einfach so umsetzen lässt.“ Das DRK, das die Kindertagesstätten in der Samtgemeinde Wesendorf betreue, müsse prüfen, ob die Vorgaben überhaupt zu realisieren seien. „Es gibt noch zu viele Fragezeichen“, so Weber. So seien aktuell maximal 13 Kinder pro Kita-Gruppe zulässig. „Und ab 22. Juni? Das weiß man noch nicht, der Wert ist noch unbekannt“, so Weber. Zusätzlich stehen nicht alle Erzieher zur Verfügung, da einige von ihnen zu Risikogruppen zählen.

VON DENNIS KLÜTING

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