Zusammenspiel „ausgezeichnet“

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Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei und DRK zum Beispiel bei der Evakuierung der Feriensiedlung Brutlohs Heide klappte reibungslos, resümierte Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn gestern.

Wesendorf - Von André Pohlmann. Einen Tag nach der Aufsehen erregenden Bombenräumung ist wieder Entspannung eingekehrt in Wesendorf. Doch die wird möglicherweise nicht lange währen. Sein Team sei weiter auf der Suche nach Blindgängern in der Gegend auf und um das Gelände der ehemaligen Kaserne und dem Truppenübungsplatz, erläuterte Sprengmeister Hans Mohr vom Kampfmittelbeseitungsdienst am Montag nach der Entschärfung von drei Einzentnerbomben.

Diese erste Räumaktion war mit einer vergleichsweise kleinen Evakuierungsaktion verbunden. Sollten künftig Blindgänger beispielsweise im nördlichen oder östlichen Bereich von Kaserne und Truppenübungsplatz gefunden werden, seien erheblich mehr Häuser zu evakuieren, machte Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn vor Ort am Kasernengelände deutlich.

Eine längere Vorlauf- oder Vorbereitungszeit bis zur Evakuierung sei aber auch bei einem erneuten Bombenfund nicht zu erwarten, sagte der Rathauschef gestern auf IK-Anfrage. „Wenn etwas gefunden wird manchmal sofort evakuiert und die Bombe dann geräumt“, sagt Penshorn. Abhängig vom Fundort und vom Zustand einer Bombe lege der Kampfmittelbeseitigungsdienst in Abstimmung mit der Kommune das weitere Vorgehen fest und sei dabei auf äußerste Sicherheit bedacht. Eine ähnliche Situation bei einem erneuten Fund vorausgesetzt, geht er davon aus, dass der Ablauf dann ähnlich sei.

„Das Zusammenspiel der beteiligten Kräfte war ausgezeichnet“, lobte Penshorn gestern resümierend. Die Aktion sei reibungslos verlaufen, insbesondere die Koordination aus der Einsatzleitung im Rathaus sowie die Kommunikation mit den Einsatzkräften vor Ort habe gut funktioniert.

Einzig die Kosten für die Räumaktion am Montag trüben Penshorns Resümee. Zwar zahle das Land Niedersachsen zumindest jetzt noch für die Kosten für das Räumkommando. Doch für die Evakuierungsaktion, bei der mehr als 100 Helfer aus den Feuerwehren, der DRK-Bereitschaft und der Gemeindeverwaltung eingesetzt waren, hat die Samtgemeinde aufzukommen. Noch sei die Größenordnung nicht klar, auf die sich diese Kosten belaufen. Zu den Aufwendungen der Kommune zählen unter anderem Sachkosten für die eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge, für die Verpflegung der Einsatzkräfte sowie für die Krankentransporte. Hinzu kommen etwaige Zahlungen für den Verdienstausfall von Feuerwehrleuten.

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