Oldtimertreffen der Schlepperfreunde Wahrenholz: Besucher staunen über Traktoren, Maschinen, Autos und Motorräder

Zeitreise in die Geschichte der Landtechnik

Alt und neu nebeneinander: Beim Preispflügen wurde in eine Oldtimer- und eine moderne Klasse unterteilt. Dabei kam es auf exaktes Arbeiten an. Fotos: Täger

Wahrenholz. Feldarbeit zu (Ur-)Großvaters Zeiten gepaart mit hochmoderner Technik: Freunde alter und neuer Landtechnik erlebten gestern beim zweiten Oldtimertreffen der Schlepperfreunde Wahrenholz und Umgebung auf dem Acker an der Landesstraße 286 eine Reise durch die Zeit.

Die zahlreichen Besucher bewunderten rund 80 ausgestellte Traktoren, Landmaschinen, Autos und Motorräder. Neben alten Schätzen mit klangvollen Namen wie Hanomag, Eicher oder Deutz waren auch aktuelle Landmaschinen vertreten. „Vom Pferdepflügen bis zum GPS-gesteuerten Pflügen wird alles dargestellt“, freute sich der Vorsitzende des Schlepperclubs, Olaf Balke.

Seit über 60 Jahren baut der Tappenbecker Gotthard Krischke wirklichkeitsgetreue Modelle von Schleppern und Landmaschinen.

Ein besonderes Highlight war das Preispflügen. Hier ging es nicht um Schnelligkeit, sondern um exakte Arbeit. „Jede Furche muss aneinander anliegend gepflügt werden. Es darf auch nichts Grünes mehr zu sehen sein“, informierte der Wahrenholzer Heinrich Pieper, einer von drei unabhängigen Punktrichtern. Außerdem musste eine Furchentiefe von 21 Zentimetern erreicht werden. Schwierig dabei: „Die kleinen Schlepper rutschen schnell aus der Bahn“, berichtete Matthias Schilling von den Schlepperfreunden Wahrenholz. Er trat mit seinem 15er Deutz von 1962 an, den er aus zwei Fahrzeugen zusammengebaut hatte. In der Oldtimerklasse des Preispflügens siegte Karlheinz Randt (Burgdorf) vor Heinrich Pape und Heinrich Meyer (beide Wahrenholz). In der modernen Klasse gewann Lothar Evers vor Ralf Kahrens (beide Wahrenholz).

Noch ein paar Jahrzehnte rückwärts in die Historie der Landtechnik ging es mit Andreas Heiser aus Dankensen und seinem fünfjährigen deutsch-rheinischen Kaltbluthengst Ajax. Gemeinsam mit dem Wahrenholzer Willi Balke am Pflug zeigte er den Zuschauern, wie das Pflügen ausgesehen hatte. „Das Pferd muss dabei in der Furche gehen“, erklärte Heiser.

Auch für die jungen Trecker-Liebhaber gab jede Menge zu erleben: So konnten sie etwa mit den blubbernden Raritäten eine Runde über den Platz drehen. Für Begeisterung sorgten auch die voll funktionstüchtigen, handgefertigten und unverkäuflichen Landmaschinen-Modelle des Tappenbeckers Gotthard Krischke. „Alles Einzelstücke“, sagte der Bastler, der seit 63 Jahren Spielzeug herstellt.

Von Alexander Täger

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