50 Teams rund um Schönewörde

Wunderbüttel kugelt sich beim Nordkreis-Boßeln zum Sieg

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Boßeln bedeutet nicht zwangsläufig, dass man selbst laufen muss: Wer einen Kavalier fand, der ließ sich ziehen.

Schönewörde – Mehrere hundert Menschen durchstreiften am Samstag die Gemarkung Schönewörde. Die Jungschützen hatten zum Nordkreisboßeln eingeladen, und rund 50 Gruppen machten mit. „Unser Ziel ist es, vor 16.04 Uhr im Ziel anzukommen, also im Hellen“, sagte Andreas Meyer, Schiedsrichter der Ummeraner Jungschützen.

„Denn da beginnt die Dämmerung, um 16. 30 Uhr ist es dann dunkel.“

Es gelang nicht jeder Gruppe. Zwar wurde ab 8 Uhr in der Früh gestartet, doch gingen die Gruppen zeitversetzt auf die seit 22 Jahren erprobte, sieben Kilometer lange Strecke. Trinkpausen und das gemütliche Beisammensein wurden eingehalten, Hektik kam nicht auf, zumal es auch um die Zahl der auf der Strecke nötigen Würfe mit der Vollplastikkugel ging. Davon hatte jede Mannschaft eine, wahlweise in Gelb oder Rot, und nummeriert. So konnten sich die Jungschützen aus Repke/Dedelstorf nicht rausreden, sie hatten ihre Kugeln unterwegs verloren.

Mit Bollerwagen für Getränke, Essen, Musik und zeitweise auch zum Transport von Teilnehmern – so mancher schleppte da im wahrsten Sinne des Wortes eine Frau ab – ging es los. Jede Gruppe wurde von einem Schiedsrichter begleitet, der bisweilen einen Kugelgreifer Marke Eigenbau dabei hatte und für jeden Wurf ein Kreuzchen machte. Manche Mannschaften setzten sich auch aus unterschiedlichen Vereinen zusammen. So waren die Hankensbütteler mit den Zasenbeckern unterwegs. Man kennt sich eben im Nordkreis.

Am Ende siegte die Mannschaft aus Wunderbüttel vor der bayrischen Gastmannschaft aus Oppenried. Die war durch einen Nordkreisler dazugekommen, der im tiefen Süden derzeit eine Lehre absolviert. Auf den dritten Rang kamen die Jungschützen aus Ummern, die als 16. Mitglied ihrer Mannschaft Detlef dabei hatten. Der hatte vier Beine und war ein Hund, hervorragend geeignet als Helfer, um die Kugel zu finden, der er stets eifrig nachlief.

Knapp auf der Mitte der Strecke stand wie immer die DRK-Bereitschaft aus Wahrenholz parat, für den Fall der Fälle. Zudem gab es dort Verpflegung vom Grill, Getränke und ein Wärmefeuer. Friede, Freude, Eierkuchen hielt auch bis zum Schluss durch, als es im Schützenheim, dem Zielort, am Abend zur Party überging. Auch hier war der Saal gut gefüllt. Jungschützenschriftführer und Organisator Jan-Philip Wallbaum war mit dem gesamten Tag zufrieden. Und sauber blieb es auch. Auf der Boßelstrecke waren alle zwanzig Meter Müllbeutel angebracht. Nach Beendigung sammelte eine Nachhut der Gastgeber die versehentlich daneben gelandeten Reste auf.

VON BURKHARD OHSE

Nordkreisboßeln in Schönewörde 2019

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