Großer Zapfenstreich zum Start in die fünf Tage des Wesendorfer Jubiläums-Schützenfestes

Würdevoller Auftakt mit Gänsehaut

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Feierlicher Auftakt für die Jubiläums-Tage: Mit Ehrenformation und Fackelträgern waren die Wesendorfer Schützen zum Großen Zapfenstreich angetreten.

Wesendorf. Würdevoll und mit Gänsehaut starteten die Wesendorfer Schützen am Mittwochabend in ihr Jubiläum. 

Das 225-jährige Bestehen der Schützengesellschaft wurde in Anwesenheit von Landrat Dr. Andreas Ebel, dem stellvertretenden Landrat und stellvertretenen Bürgermeister Siegfried Weiß, Samtgemeindebürgermeister Rene Weber und Bürgermeister Schulz sowie vielen Gästen – auch aus anderen Schützenvereinen – gebührend mit einem Großen Zapfenstreich gefeiert.

Ebel betonte den Zusammenhalt bei den Schützen, der so groß wie bei keinem anderen Verein sei. „Auf die Schützen im Landkreis kann man sich verlassen“, sagte er. Schulz hob die Heimatverbundenheit der Schützen hervor, zudem feierten Jung und Alt gemeinsam. Weber lobte die drei Musikzüge, die bei den Schützen aktiv sind. Der Vorsitzende Udo Fromhage startete bei der Geschichte der Schützenvereine im späten Mittelalter, als Schützengilden zum Schutz der Orte gegründet wurden. „Wir können stolz sein, das bürgerliche Brauchtum der Schützen, das seit dem 19. Jahrhundert mehr der Verbrüderung der Schützen und der Vervollkommnung des Büchsenschießens gilt, bis in die heutige Zeit hinübergerettet zu haben“, sagte Fromhage. Zwar sei man „Gott sei Dank“ nicht mehr gezwungen, „unser Dorf vor Eindringlingen zu schützen“, doch halte man gerne die Tradition des Königsschießens und des Schützenfestes hoch. Das jährliche Schützenfest, der Höhepunkt für die Schützen, sei nicht nur für die Vereinsmitglieder, sondern für alle Einwohner ein Fest der Freude.

Fromhage ging auch auf den Großen Zapfenstreich ein, dessen Tradition inzwischen von der Bundeswehr gepflegt wird. „Der Große Zapfenstreich soll den Zusammenhalt der Streitkräfte festigen und die Verbundenheit von Truppe und Bevölkerung stärken.“

Demzufolge standen bei Einbruch der Dunkelheit viele Bürger an der Schulstraße am ehemaligen Platz Unter den Eichen, dem alten, ursprünglichen Schützenplatz der Schützengesellschaft. Der Musikzug unter Leitung von Axel Bührig, der Spielmannszug mit Michael Driesner und das Heidemusikcorps Kraniche unter Thorsten Hildebrandt zelebrierten die Traditionsveranstaltung mit einer Ehrenformation und Fackelträgern. Erst am Ende gab es den Beifall für die würdevoll vorgetragene Veranstaltung.

Von Burkhard Ohse

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