Heimatverein freut sich über viele neue Hinweise

Wissenserweiterung um die Wahrenholzer Dorfgeschichte(n)

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Stefan Luttmer und das Publikum arbeiteten an diesem Abend als Team.

Wahrenholz. Freudig überrascht war Reiner Meyer, Vorsitzender des Heimatvereins Wahrenholz, über das große Interesse an dem „Wahrenholzer Dorfspaziergang“ anhand historischer Fotos.

Über 40 Besucher rückten im Bürgerhaus zusammen, so dass jeder die Leinwand im Blick hatte.

Stefan Luttmer ist nach akribischer Erforschung Wahrenholzer Soldatenbiographien und der Vorbereitung eines Wahrenholzer Lexikons bereits Experte in überlieferter und dokumentierter Dorfgeschichte. Eine großartige Fundgrube für seine Recherchen ist die umfangreiche Sammlung alter Fotografien, die der Wahrenholzer Helmut Geschwandtner seit Jahrzehnten zusammengetragen hat. „Er hat viel früher als die meisten anderen erkannt, dass diese Fotos nicht verloren gehen dürfen“, so Luttmer. Mit einer kleinen Aufmerksamkeit und einem großen Dankeschön für Geschwandtner eröffnete Meyer deshalb diesen Abend.

Der Spaziergang durch das Wahrenholz vergangener Tage begann an der Wassermühle, über Kopfsteinpflaster weiter zur Kirche mit dem Gedenkstein für die Gefallenen des Weltkrieges. Dass nur wenig später auch Weltkriege durchnummeriert werden würden, wusste zu der Zeit noch niemand.

Für einige Gebäude gab es Fotos aus verschiedenen Jahrzehnten. So war die Entwicklung im Ultra-Zeitraffer zu verfolgen. Viele längst vergessene Gebäude wurden in Erinnerung gerufen. Vielleicht wurde auch mancher Kindheitstraum beim Anblick eines Opel Kapitäns oder eines Pferdegespanns wieder wach.

Bei einigen Bildern konnte bisher Ungeklärtes aufgedeckt werden. „Die mit dem Flüsterhut ist meine Mutter“, wurde eine bis dahin anonyme Person identifiziert.

Auch das Datum des ersten Schützenfestes nach dem Krieg konnte an diesem Abend zweifelsfrei festgestellt werden. Der 90jährige Gerhard Henneicke konnte sogar noch zwei Personen auf einem Foto von 1910 benennen.

„Ich bin so froh, dass ich heute so viel lernen konnte“, bedankte sich Luttmer für die vielen Hinweise aus dem Publikum. Und auch die Zuschauer waren begeistert. Trotz vorgerückter Stunde wollten die Gäste auf die bildhaften Abstecher in die Ortsteile nicht verzichten.

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