Raiffeisen Waren stellt dem Bauausschuss Vorhaben vor

Wird Wesendorfer Offroad-Park zu Agrarzentrum?

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Wo aktuell noch Quads, Pkw, Motorräder und gelegentlich sogar Pferde über Stock und Stein ihre Runden drehen, könnten künftigvielleicht Kartoffeln eingelagert werden.

Wesendorf – Ein Lager- und Umschlagsort für landwirtschaftliche Betriebsmittel und Erzeugnisse – kurz: ein Agrarzentrum. Das ist die Vorstellung der Raiffeisen Waren GmbH für die Nutzung des Wesendorfer Offroad-Parks.

Die aktuellen Betreiber des Offroad-Parks wollen diesen noch dieses Jahr führen und ihn dann verkaufen. Mareike Hager, Regionalleiterin der niedersächsischen Agrar-Standorte der Raiffeisen Waren GmbH, stellte dem Wesendorfer Bauausschuss am Montagabend die Pläne vor.

„Der Standort Wesendorf hat eine verkehrstechnisch unglaublich günstige Lage an der B 4“, sagte Hager. Ihr Unternehmen versorge Landwirte mit Betriebsmitteln und nehme ihnen Erzeugnisse ab. „Wir können uns vorstellen, hier einen Standort ähnlich wie in Wittingen am Wunderbütteler Kirchweg aufzubauen“, führte Hager aus. So könnten dort sechs bis acht Silos mit einem Gesamtvolumen von etwa 25 000 Tonnen zur Lagerung von Getreide entstehen, dazu Lagermöglichkeiten für 5000 Tonnen Düngemittel (überwiegend in fester Form sowie ein kleinerer Tank mit flüssigem Düngemittel).

„Pflanzenschutzmittel müsste nur in sehr kleinen Menge bevorratet werden“, so Hager. „Der Großteil unserer Kunden wird direkt über unser Zentrallager in Hillerse beliefert.“ Vorgesehen sind ebenfalls drei große Hallen, in denen jeweils 10 000 Tonnen Pflanzkartoffeln eingelagert werden können. An dem neuen Standort in Wesendorf sollen zehn bis zwölf Arbeitsplätze entstehen, diese werden jedoch an anderen Standorten eingespart. „Wir planen, etwa unseren Standort in Flettmar aufzugeben“, sagte Hager.

Generell zeigten sich die Ausschussmitglieder den Plänen gegenüber wohlwollend, einzig in Bezug auf das Verkehrsaufkommen wurden etwa von Bettina Wegmeyer (WGW) und Andreas Hoffmann (SPD) Bedenken geäußert. „Der Lieferverkehr wird über das ganze Jahr erfolgen, zur Erntezeit etwas mehr“, erklärte Hager. „Allerdings wird er zu größten Teilen über die B 4 erfolgen.“ Ein großes zusätzliches Verkehrsaufkommen im Ort sei nicht zu befürchten.

Noch laufen die Verhandlungen zwischen den aktuellen Betreibern des Offroad-Parks und der Raiffeisen Waren GmbH. Bei einem eventuellen Kauf wäre nicht nur das grundsätzliche Einverständnis der Gemeinde erforderlich, sondern auch eine Änderung des Bebauungsplanes, da die Fläche überwiegend als Sondergebiet „Offroad-Park“ ausgewiesen ist.

VON DENNIS KLÜTING

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