Bürger Ummerns fordern eine Verbindung von Ummern nach Wesendorf entlang der Landesstraße 284

„Wir wollen den Fuß- und Radweg“

Betroffene Bürger unterrichten Otto Gottschalk, Tobias Heilmann und Klaus Schneck über die gefährliche Verkehrssituation. Foto: privat

Ummern/Wesendorf. Einkäufe, Arztbesuche und Freizeitgestaltung – es gibt zahlreiche Gründe, um mit dem Fahrrad von Ummern nach Wesendorf zu fahren. Deswegen wünschen sich die Bürger Ummerns schon seit langem einen Fuß- und Radweg nach Wesendorf.

„Hier an der Landesstraße 284 ist unbedingt Handlungsbedarf gefragt“, erklärte der Landtagsabgeordnete Klaus Schneck bei einer Begehung der Strecke. Bereits seit 1974 setzten sich Kommunalpolitiker und Bürger für die Verbindung ein, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Otto Gottschalk aus Ummern.

Doch nun seien fast 40 Jahre ohne Ausbau ins Land gestrichen. Ein Grund, selbst die Initiative zu ergreifen. Auf Gemeindekosten vergab Ummern den Auftrag, einen circa 600 Meter langen Rad- und Fußweg in östlicher Richtung zur Anbindung an eine Dorfverbindungsstraße zum Ortsteil Pollhöfen zu bauen.

Auch die Wesendorfer arbeiten an einer Problemlösung. „Leider sieht es so aus, als würde es keinerlei Unterstützung vom Land geben. Die Gemeinde müsste also erhebliche Mittel zuschießen“, erklärt Ratsherr Friedrich Prilop (CDU). Er habe damals aber den Vorschlag gemacht, sich zumindest teilweise daran zu beteiligen, indem das Stück zwischen Friedhof und Offroad Park mit einem Weg versehen würde.

„Die Ummeraner haben ja auch schon einen Teil in Eigenregie übernommen. Wir sollten uns beteiligen und die Lücke schließen“, regt Prilop an. Die CDU sei dafür aufgeschlossen, schließlich falle dies in den Nahbereich der Gemeinde. „Man sollte mit dem Land noch einmal Gespräche führen“, wünscht sich der Wesendorfer Ratsherr. Derzeit müsse die Gemeinde für den Grunderwerb aufkommen, Planungskosten entstünden auch noch. „Wir sind in Gesprächen, aber erst einmal muss die Planung vorangebracht werden. Dann muss der Grundstückerwerb getätigt werden“, erklärt Prilop.

„Der tägliche Schwerlast- und Personenverkehr hat sich seit der Grenzöffnung 1989 mehr als verdoppelt“, unterstreicht Gottschalk. Die schwächsten Verkehrsteilnehmer seien dem schnell fahrenden Autoverkehr auf der L 284 schutzlos ausgesetzt.

Das Ziel ist allen klar vor Augen: „Wir Mitbürger aus Ummern wollen nun endlich nach jahrelangem Hinhalten, Taktieren und Warten diesen Fuß-und Radweg“, betont Gottschalk. Dazu sollen so schnell wie möglich Gespräche mit Wesendorfer Politikern aufgenommen werden.

Von Maike Scholz

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