Konzept für Einrichtung in Westerholz wird auf Freie Grund- und Oberschule erweitert

„Wir trauen uns an das große Projekt“

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Panja-Katharina Beinhorn (l.) und Nicole Grein-Schöwing wollen ihr Konzept für eine Freie Grundschule auf eine Freie Grund- und Oberschule erweitern. Auch die Sekundarklassen sollen schon im kommenden Sommer beginnen.

Betzhorn/Westerholz. Die Schulgründungsinitiative „Ganzheitliches Leben und Lernen“ um die Betzhornerinnen Panja-Katharina Beinhorn und Nicole Grein-Schöwing hat ihr Konzept für die geplante Freie Schule in Westerholz erweitert: Statt einer Grundschule soll nun eine Grund- und Oberschule entstehen.

„In Gesprächen mit Eltern haben wir Ängste wahrgenommen, was die künftige Betreuung und die Wahl der Schulform betrifft“, erklärt Beinhorn die Beweggründe.

Zuerst waren sie und Grein-Schöwing zurückhaltend, was die Ausweitung des Konzeptes angeht, aber auf einem Schulgründungsseminar mit Christoph Schuhmann wurde den Betzhornerinnen die Befürchtungen genommen. „Wir trauen uns jetzt auch an dieses größere Projekt“, betont Beinhorn. Von der ersten bis zur zehnten Klasse soll eine ganzheitliche und alternative Betreuung angeboten werden. Außerdem ist eine Kooperation mit einer anderen Schule angestrebt, damit auf Wunsch auch das Abitur angeboten werden kann.

Die Freie Grund- und Oberschule soll maximal 50 Schüler umfassen. „Realisitscher wären 40“, sagt Beinhorn. „Und auch gemütlicher.“ Wie auch im Primarbereich sollen die Schüler im Sekundarbereich altersübergreifend lernen. In den höheren Jahrgängen soll dann aber auch zunehmend spezialisierter unterrichtet werden, um die Schüler auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten. Das grundlegende Konzept und die Leitlinien, die für den Grundschulbereich erarbeitet wurden, sollen auch für den weiterführenden Schulbereich gelten. Tagesabläufe und Unterrichtspläne werden separat erarbeitet.

„Ein Faktor für die Erweiterung des Konzepts war auch die Wartefrist für Fördergelder“, erklärt Beinhorn. „Denn wenn man eine Schule anmeldet, kann man erst drei Jahre nach der Genehmigung Fördergelder beantragen.“ Hätten sich die Betzhornerinnen und ihr Team also später dazu entschlossen, eine weiterführende Schule anzubieten, hätte sich die Wartefrist auf schlimmstenfalls sechs Jahre verlängern können.

Der Trägerverein befindet sich momentan im Eintragungsverfahren. In Planung befinden sich Themenabende zum Konzept für Eltern, interessierte Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter sowie Gesprächsrunden mit erfahrenen Lehrern, Eltern und Schülern.

Die Gründungsinitiative „Ganzheitliches Leben und Lernen“ sucht Eltern, die sich für die alternative Schulform interessieren, und auch Lehrkräfte. „Freie Schulen haben dabei mehr Gestaltungsfreiraum“, erklärt Beinhorn. „Verbeamtete Kräfte können sich etwa von der Verbeamtung beurlauben lassen, ohne ihre Ansprüche zu verlieren. Außerdem gibt es auch Möglichkeiten, Lehrkräfte ohne zweites Staatsexamen zu beschäftigen.“ Interessenten können sich bei Panja-Katharina Beinhorn unter (05835) 968869 oder panja.beinhorn@gmx.de in Verbindung setzen.

Von Dennis Klüting

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