Seniorenausschuss: Konzept zu Fitnessgeräten heiß diskutiert

„Wir drehen uns im Kreis“

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In der Sitzung des Seniorenausschusses wurde das Konzept zur Aufstellung von Outdoor-Fitnessgeräten kontrovers diskutiert. SPD und WGW forderten einen Erweiterungsbeschluss.

Wesendorf. „Ich weiß nicht, was das soll. Wir drehen uns im Kreis“, zeigte sich der Seniorenausschussvorsitzende der Gemeinde Wesendorf, Guido Weichsel (CDU), bei der Sitzung am Montagabend erbost. Thema war das Konzept zur Aufstellung von Outdoor-Fitnessgeräten.

Eigentlich, so hieß es im Beschlussvorschlag, sollte der Ausschuss dieses von der Verwaltung erstellte Konzept lediglich zur Kenntnis nehmen. Doch das reichte der SPD- und der WGW-Fraktion nicht aus. Ausschussmitglied Veysel Izer (SPD) forderte einen Erweiterungsbeschluss in Hinblick auf die Darlegung von Standortalternativen, alternativen Geräten und die Darlegung des Befragungsergebnisses. Das Konzept sei nicht ausreichend.

In Gesprächen mit Interessengruppen (SoVD, DRK, Seniorenbeirat der Seniorenresidenz) seien zwei Geräte, die im Konzept dargestellt sind, einhellig hervorgegangen. Bei den Geräten handelt es sich um einen Schultertrainer, zwei Radtrainer mit einer Sitzbank und eine Ruhebank. Kosten: 12  000 Euro für die Anschaffung der Geräte und 5000 Euro für die Herstellung der Flächen.

Auch die Standortwahl, die von der SPD- und WGW-Fraktion bemängelt wird, sei im Konsens auf die Grüne Lunge nahe der Seniorenresidenz gefallen. „Warum sollten wir uns in der Politik nun gegen die Wünsche der Senioren stellen?“, fragte Weichsel.

Dem stimmte auch René Weber (CDU) zu, der das Konzept ausgearbeitet hatte: „Wir haben uns sehr ausführlich mit der Thematik beschäftigt und auch mit den Alternativen.“

Das Konzept stelle das Ergebnis aus all den Gesprächen mit den Interessengruppen dar. „Die Grüne Lunge ist zentral und der ältere Kern in Wesendorf. Der Standort wurde auch deswegen gewählt, weil dort nicht mit Vandalismus von Jugendlichen zu rechnen ist. Ganz wichtig ist auch, dass, wenn jemand kollabiert, schnelle Hilfe durch die Seniorenresidenz gesichert ist“, legte Weber die Argumente dar.

Außerdem seien die Geräte einfach zu warten und eindeutig favorisiert worden. Widerspruch kam von Susanne Hoffmann (SPD): „Ich wohne an der Grünen Lungen und es gibt dort viele Jugendliche. Ich finde den Standort nicht gut.“

Bemängelt wurde von den SPD- und WGW-Mitgliedern, dass sie keine aktive Rolle bei den Gesprächen mit den verschiedenen Interessengruppen gespielt haben.

„Es war der Auftrag, dass die Verwaltung ein Konzept erstellt. Das liegt nun vor“, sagte Weichsel und Weber fügte an: „Der Auftrag war, mit den Interessengruppen Kontakt aufzunehmen und das ist zu 100 Prozent passiert.“ Ihm fehle die Substanz, mit der argumentiert werden solle. Solche Vorwürfe würden den Prozess nur weiter herauszögern. Erneute Gespräche mit den Interessengruppen zu führen, die das gleiche Ergebnis bringen, darin sehen Weber und Weichsel keinen Sinn.

Weil sich die Situation unter den Ausschussmitgliedern immer weiter zuspitzte, bekam Peter Kraemer, Vorsitzender des Wesendorfer SoVD, als Zuschauer das Wort und bestätigte, dass die Standort- und die Geräteauswahl auf Wunsch der Senioren getroffen wurde. Doch auch das überzeugte die SPDler und den WGWler nicht. Sie blieben bei ihrem Erweiterungsantrag.

Das Konzept durchläuft jetzt noch den Verwaltungsausschuss und Gemeinderat. Erst dann wird es einen neuen Beschluss geben, ob die Outdoor-Fitnessgeräte angeschafft werden oder nicht.

Von Maike Scholz

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