Wesendorf: Gemeinde will künftig attraktiv bleiben / Kulturzentrum wird saniert / Bebauungsplan für „Demoorweg“

„Wir brauchen junge Familien“

Rund 350 000 Euro wird der Umbau des Wesendorfer Kulturzentrums kosten. Es ist der größte Brocken, den die Gemeinde in diesem Jahr umsetzen wird. Archivfotos: Scholz (2), Feith, Ollech

Wesendorf. „Wir wollen das Kulturzentrum umbauen und renovieren“, sagt der Wesendorfer Bürgermeister Siegfried Weiß und beziffert die Kosten auf rund 350 000 Euro. Einer der größten Brocken, den die Gemeinde Wesendorf in diesem Jahr in Angriff nehmen möchte.

Bereits im November hatten sich die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig für die Erweiterung des Kulturzentrums ausgesprochen (das IK berichtete). Im Prinzip handelt es sich um zwei Baumaßnahmen: die Erweiterung der Küche und die komplette Sanierung der Toilettenanlage.

Die Küche wird um 37 Meter verlängert. Dazu muss die Giebelscheibe heruntergenommen werden. Zusätzlich wird eine Kühlzelle von etwa sechs Quadratmetern eingebaut.

Im Bereich des Foyers und der Toilettenanlagen wird sich einiges ändern: Die Räumlichkeiten werden fast um das Doppelte vergrößert. Ein behindertengerechtes WC wird eingerichtet. Künftig sollen Besucher in einen Flur eintreten, wovon dann Türen zum behindertengerechten WC und den Anlagen für Frauen und Männer abgehen. Auch die Vorräume der Anlagen werden vergrößert.

Hinzu kommen dann noch Kosten für die Erneuerung des Energiebereiches. Eine Generalüberholung hatten die Ausschussmitglieder als dringend notwendig angesehen.

Das zweite große Anliegen der Gemeinde Wesendorf für dieses Jahr ist das Baugebiet im Bereich Krötelberg, genannt „Demoorweg“. „Wir wollen den Bebauungsplan aufstellen und so Bauplätze schaffen, die dann auch für die nächsten Jahre reichen, denn die Nachfrage ist da“, meint Weiß im IK-Gespräch.

Er sieht es als eine wichtige Aufgabe der Gemeinde an, die „Einwohnerzahl zu halten oder gar zu erhöhen. Wir brauchen junge Familien“, sagt er mit Blick auf den demografischen Wandel und dem steigenden Rückgang der Einwohnerstärken in anderen Kommunen.

Vorteilhaft seien da die geplanten 34 Wohneinheiten der GWG an der Celler Straße. „Das ist sehr positiv für unsere Gemeinde. Außerdem konnten wir die alte Gaststätte vermitteln, die künftig dann ein Parkplatz für diese Wohnanlage sein soll“, erklärt der Bürgermeister.

Laut Weiß hat sich die Gemeinde auch vorgenommen, die Infrastruktur weiter zu verbessern. „Wesendorf soll zum Beispiel attraktiv für Gewerbetreibende bleiben.“ Mit Sicht auf die Infrastruktur ist Weiß auch gespannt, wie es in der Diskussion um eine weitere IGS im Landkreis Gifhorn weitergeht und dann die Entscheidung fällt. Wesendorf ist potenzieller Standort.

Ansonsten reichen diese Aufgaben für die Gemeinde Wesendorf in 2014 erst einmal aus, ist Weiß der Meinung. „Es ist wichtig, dass wir unseren Standard weiter behalten. Wir wollen die Vereine auch künftig unterstützen“, sagt Weiß. Die Gemeinde sei aufgrund von finanziellen Rücklagen für die Zukunft gut gerüstet.

Von Maike Scholz

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