Morgen ist 15. Weltblutspendetag: Aktion in Wahrenholzer Grundschule

„Wir brauchen jeden Spender“

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Blutkonserven werden im Sommer generell knapp. In diesem Jahr kam erschwerend noch die heftige Grippewelle im Februar und März hinzu. Nach Angaben des DRK-Blutspendedienstes NSTOB könnte es schon im Juli eng werden. 

Wahrenholz. 1,9 Millionen Blutspender gibt es in Deutschland, die mit ihrem uneigennützigen Einsatz dafür sorgen, dass die DRK-Blutspendedienste ihren Versorgungsauftrag von 15 000 Spenden täglich (7500 Liter) erfüllen können.

Diesen Menschen soll am morgigen Weltblutspendetag gedankt und auf die Wichtigkeit der Spenden hingewiesen werden. Auch das DRK Wahrenholz beteiligt sich und richtet eine Blutspendeaktion aus.

Was ist der Weltblutspendetag?

Der Weltblutspendetag wurde 2004 von vier internationalen Organisationen, die sich weltweit für sicheres Blut auf der Basis freiwilliger und unentgeltlicher Blutspenden einsetzen, ins Leben gerufen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Internationale Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), die Internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT) und die Internationale Föderation der Blutspendeorganisationen (FIODS) wollen damit auf den Bedarf an Blutspenden aufmerksam machen.

Warum am 14. Juni?

Der 14. Juni ist der Geburtstag von Karl Landsteiner (1868 bis 1943), dem Entdecker der Blutgruppen.

Was passiert mit dem gespendeten Blut?

Um möglichst viele Patienten behandeln zu können, werden Blutspenden nach Untersuchungen in die einzelnen Blutbestandteile aufgetrennt: Blutplasma, rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen. Die weißen Blutkörperchen werden allerdings verworfen, da sie zu Unverträglichkeitsreaktionen bei einer Transfusion führen können.

Besonders bei lebensbedrohlichen Verletzungen bei Unfällen, aber auch bei gefährlichen Krankheiten unabdingbar. Die meisten Blutspenden kommen bei der Behandlung von Krebspatienten zum Einsatz, aber auch bei der von Herz-, Magen- oder Darmkrankheiten, bei Verkehrsunfällen oder in der Geburtshilfe. Die Bundesweite Patientenversorgung mit Blutprodukten wird zu 70 Prozent durch die DRK-Blutspenden abgedeckt. „Die restlichen 30 Prozent kommen von privaten Anbietern oder öffentlichen Einrichtungen wie Uni-Kliniken“, erklärte Peter Friedsch vom DRK-Blutspendedienst NSTOB im IK-Gespräch. „Anders als diese Anbieter hat das DRK aber eine Versorgungspflicht.“ Und dieser nachzukommen, könnte schon in den nächsten Wochen schwierig werden. „Denn nicht nur durch die Hitze, sondern auch durch die heftige Grippewelle im Frühjahr fehlen uns Blutkonserven“, so Friedsch. Denn eine Operation würde bei Krankheit verschoben – eine Blutspende nicht. „Momentan sieht es noch einigermaßen okay aus, aber es ist abzusehen, dass es schon im Juli knapp wird“, betont Friedsch. „Wir brauchen jeden Spender!“

Die Blutspende in Wahrenholz findet am morgigen Donnerstag, 14. Juni, von 15.30 bis 19.30 Uhr in der Grundschule, Schulstraße 24, statt. Das Blutspende-Team des DRK Wahrenholz bietet mit Gegrilltem und alkoholfreien Getränken eine Stärkung an.

Von Dennis Klüting

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