Stimmungsvoller Markt am zweiten Advent vor dem Wesendorfer Rathaus: Besucher wärmen sich am Feuer auf

Winterwetter und Weihnachtsmusik

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Bei niedrigen Temperaturen konnte man sich gestern am Feuer gut wärmen. Fotos: Ohse

Wesendorf. Nicht jeder, der eine rote Zipfelmütze aufhat, ist auch ein Weihnachtsmann respektive Nikolaus. Der einzig echte kam gestern auf dem Weihnachtsmarkt am Wesendorfer Rathaus gegen 17 Uhr und hieß Joel Moritz.

Kunsthandwerk gab es vor allem im Rathaus zu sehen.

Und der hatte dann auch einen Sack voller Süßigkeiten dabei, die er an die Kinder verschenkte, sofern diese denn mutig genug waren. Die übrigen Träger roter Zipfelmützen sammelten sich um die Stehtische oder Buden, an denen es etwas fürs leibliche Wohl gab. Omas hausgemachte Reibekuchen, allerdings von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, wurden in den verschiedensten Kreationen angeboten. Außerdem gab es Möglichkeit, Herzhaftes vom Grill zu verkosten. Wärmen konnte man sich auch in einigen Zelten, von denen eines sogar mit einem Sofa bestückt war. „Eisbrecher“ gab es bei der Reservistenkameradschaft, dazu weitere warme Getränke und auch einen Heizstrahler. Feuerzangenbowle gab es ohne oder mit einem „wönzigem Schlöckchen“.

Ein großes Feuer loderte auf der Mitte des Platzes. Die Jugendwehr hatte ein Auge darauf. Weiter hinten klingelte das Karussell, im Rathaus hatten in zwei Geschossen Kunsthandwerker ihre Stände aufgebaut. Vor allem aber die Vereine beteiligten sich mit Ständen, für die die Samtgemeinde zuständig war.

Das Bühnenprogramm wurde von der Gemeinde organisiert und von Vereinen aus der gesamten Samtgemeinde geboten. Der Posaunenchor aus Ummern reihte sich da ebenso ein wie die Musikfreunde Wesendorf, die Liedertafel, der Chor Melodie, der Frauenchor, das Heidemusikcorps Kraniche und der Feuerwehrmusikzug aus Betzhorn, der auch an den Ständen spielte.

Das DRK hatte den Kuchenverkauf als Aufgabe übernommen, die Spinnstube der Landfrauen bot unter anderem selbst gefertigte Taschen aus Leinen und Infos zum Spinnen mit Wolle an. Die Partnerschaftskreise für Frankreich und Ungarn hatten die jeweiligen Landesspezialitäten im Angebot. Für die Kinder gab es zudem ein Kasperletheater.

Insgesamt waren alle – Besucher wie Organisatoren – zufrieden. „Wetter ist super, was will man mehr?“, so die rhetorische Frage vom stellvertretenden Bürgermeister Siegfried Weiß. Hochzufrieden waren auch Bürgermeister Holger Schulz und Samtgemeindebürgermeister René Weber, die zusammen den Weihnachtsmarkt eröffnet hatten – vor allem mit dem Zuspruch. Der nahm mit zunehmender Dunkelheit sogar noch zu. „Wir haben 35 Stände hier und die kommen nur für einen Tag hierher nach Wesendorf, und das in der Vorweihnachtszeit“, meinte Weber. So gab es so gut wie alles, von Stein-, Leder- und Silberschmuck, selbst gestrickten Strümpfen, Hand- und Näharbeiten bis hin zu Honigprodukten. Dank sagte Schulz vor allem dem gemeindlichen Bauhof: „Denn die Mitarbeiter haben nicht nur aufgebaut, sondern bauen am Ende gegen 19 Uhr auch alles wieder ab.“

Von Burkhard Ohse

Weihnachtsmarkt in Wesendorf

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