Sechs weitere Mühlen im Schmarloh

Windernte wird gesteigert

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Die Planung für die Erweiterung des Windparks im Schmarloh läuft auf Hochtouren. Im Frühjahr werden die Unterlagen für die Änderung des Flächennutzungsplanes ausgelegt.

Schmarloh. Schon seit längerer Zeit war die Erweiterung des Windparks Schmarloh geplant. Doch verschiedene Vogelarten machten den Planern einen Strich durch die Rechnung.

„Die Windfarm war von vornherein größer geplant als sie jetzt ist“, sagt Jörg Warncke, Bürgermeister der Samtgemeinde Lachendorf, im IK-Gespräch. Da ein größeres Vorkommen von windempfindlichen Vögeln festgestellt wurde, wurde die bereits 2003 geplante Erweiterung der Windfarm nicht genehmigt. Über zwei Jahre hinweg wurden die Vögel jetzt gezählt.

„Die Daten bezüglich des Artenschutzes liegen jetzt vor. Die Vögel sind, so wie ursprünglich vermutet, nicht da“, erklärt Warncke. Auch ein Kranich-Monitoring habe ergeben, dass diese Tiere die Flächen nicht als Landeplätze nutzen. „Einzig der Schwarzstorch ist hier in der Gegend zu Hause“, weiß Warncke. Von dieser sehr seltenen Vogelart gibt es in Deutschland nur noch rund 400 Brutpaare, die einen umfassenden Schutz genießen.

Bei der Ausweisung von Windparks muss eine Schutzzone von drei Kilometern um den Horst gezogen werden. Dieses Schutzgebiet wurde mit in die Planung einbezogen, so dass der vorhandene Windpark um eine 80 Hektar große Fläche erweitert werden soll. Mit dem Bau von bis zu sechs Windkraftanlagen rechnet Warncke. „Um was für Mühlen es sich handelt, steht noch nicht fest. Darüber sprechen wir im nächsten Schritt der Planungen.“ Es müsse genau abgewogen werden, was dort gebaut werden solle.

Die Planungen sind zurzeit so weit fortgeschritten, dass im Frühjahr die zweite Änderung des Flächennutzungsplanes ausgelegt werden kann. Erst im Sommer ist mit der Verabschiedung des Planes zu rechnen. „Mit dem Bau der neuen Anlagen ist allerdings in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen“, sagt Warncke.

Die jetzt 19 Anlagen umfassende Windfarm soll mit dem Bau der neuen Anlagen komplett sein.

Von Meike Bornemann

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