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Wind versus Wahrenholz?

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Von: Dennis Klüting

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Zusätzlich zu den Windrädern südlich der L 286 sollen nach der Beschlussvorlage des Regionalverband Großraum Braunschweig noch weitere nördlich der Landesstraße entstehen können. Die Gemeinde Wahrenholz könnte dadurch langfristig im Wachstum beeinträchtigt werden.
Zusätzlich zu den Windrädern südlich der L 286 sollen nach der Beschlussvorlage des Regionalverband Großraum Braunschweig noch weitere nördlich der Landesstraße entstehen können. Die Gemeinde Wahrenholz könnte dadurch langfristig im Wachstum beeinträchtigt werden. © Klüting

Wahrenholz – 41 Hektar soll die zur Nutzung für Windenergie freigegebene Fläche GF 4 zwischen Wahrenholz, Westerholz und Wesendorf umfassen.

Für die Gemeinde Wahrenholz könnte der Beschluss des Regionalverbandes Großraum Braunschweig ein Problem bedeuten, wie Bürgermeister Herbert Pieper im IK-Gespräch erklärt.

Herbert Pieper, Bürgermeister von Wahrenholz
Herbert Pieper, Bürgermeister von Wahrenholz © Privat

„Unsere Position ist unverändert“, so Pieper. Die Festsetzung der Nutzungsflächen GF 4 würde Wahrenholz mit großer Wahrscheinlichkeit in seiner Entwicklung beeinträchtigen: Die einzig mögliche Richtung, in der Wahrenholz Wohnbebauung entstehen lassen könnte, könnte der Gemeinde dadurch langfristig verwehrt werden.

„Bevor die Verbandsversammlung des Regionalverbands die Änderung beschließt, können wir sowieso nichts machen“, erklärte Pieper. Er werde den Gemeinderat bei der Sitzung am kommenden Dienstag (um 20 Uhr im Ise-Zimmer der Mühle) darüber informieren.

„Nach dem Beschluss muss man prüfen, inwiefern die angesetzten Abstände tatsächlich zutreffen. Dann müssen wir ausloten und abschätzen, wie genau Wahrenholz eingeschränkt wird“, führt der Bürgermeister aus. Einen Klageweg schloss Pieper nicht aus, eine solche Entscheidung obliege aber dem Gemeinderat.

Die Gemeinde hatte zuvor versucht, über eine Stellungnahme die Ausweisung zusätzlicher Flächen für die Nutzung von Windenergie zu verhindern. „Wir sind dabei nicht gegen die Nutzung von Windenergie, ganz im Gegenteil“, hatte Pieper damals kommentiert. „Wir halten nur den Ort dafür für ungeeignet.“

Der Satzungsentwurf für die Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms wird bei der Verbandsversammlung des Regionalverbands Großraum Braunschweig am 14. März behandelt.

VON DENNIS KLÜTING

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