50 Anlagen auf Celler Seite?

Wind-Clinch an Kreisgrenze: Zahrenholzer Pläne in der Kritik

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Der Ortsausgang von Zahrenholz mit Blick auf bestehende Windräder auf Celler Seite.

Zahrenholz/Braunschweig – Stolpern die Wind-Pläne des Regionalverbands Großraum Braunschweig über einen der geplanten Windparks im Nordkreis? Die vorgesehene Vorrangfläche bei Zahrenholz ist nach IK-Informationen zum Zankapfel zwischen Behörden in Braunschweig und im Landkreis Celle geworden.

Unmittelbarer Nachbar eines Zahrenholzer Windparks im Westen wäre die Gemeinde Eldingen, zu der Orte wie Hohne und Grebshorn gehören.

Viele Eldinger Angelegenheiten werden im Rathaus der Samtgemeinde Lachendorf abgewickelt, und Verwaltungschef ist dort der Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke. Er kündigt an, dass man „aller Voraussicht nach“ Klage gegen das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) erheben will, das am kommenden Donnerstag, 14. März, von der Braunschweiger Verbandsversammlung beschlossen werden soll. Teil des Beschluss-Pakets sind die Standorte für neue Windparks im Gifhorner Nordkreis.

Hintergrund einer Klage wäre laut Warncke eine aus Lachendorfer Sicht fehlende Abstimmung der Planungen im Landkreis Celle und im Gebiet des Regionalverbandes. Denn auch von Celler Seite werde quasi bis an die Kreisgrenze heran geplant – und 11 bis 16 Anlagen bei Zahrenholz könnten, so der Rathauschef, sogar rund 50 Windräder im Nachbarkreis gegenüberstehen.

Würde juristisch ein Formfehler nachgewiesen, dann wäre das Braunschweiger RROP wohl Makulatur. Und Warncke sieht durchaus Chancen: Erst vor einigen Tagen habe das Oberverwaltungsgericht Lüneburg das RROP der Region Hannover für ungültig erklärt.

VON HOLGER BODEN

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