Schul- und Kindergartenausschuss empfiehlt Haushalte – Kitabereich kostet 800  000 Euro mehr

Wesendorf: Weniger Einnahmen, mehr Ausgaben

Der Schul- und Kindergartenausschuss der Samtgemeinde Wesendorf tagte im Sportzentrum Schönewörde.
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Der Schul- und Kindergartenausschuss der Samtgemeinde Wesendorf tagte im Sportzentrum Schönewörde.
  • Max Morrison
    vonMax Morrison
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Wesendorf – Nach einer gut dreistündigen Bereisung fand sich am Donnerstag der Schul- und Kindergartenausschuss der Samtgemeinde Wesendorf im Sportzentrum Schönewörde ein. Dort wurde über die jeweiligen Haushalte beraten.

Nachdem man sich vor Ort – corona-bedingt jedoch außerhalb der jeweiligen Gebäude – gemeinsam mit Kita-Leitern, Rektoren und DRK ein Bild gemacht hatte, ging es um die entscheidende Frage: Wird der Haushalt so empfohlen? Denn angesichts der Corona-Pandemie wird nach Einsparmöglichkeiten gesucht. Gefunden wurde jedoch wenig.

Samtgemeindebürgermeister René Weber zeigte zuvor auf, dass die Finanzlage nicht unbedingt die Beste ist. Zum einen werden im kommenden Jahr 350 000 Euro weniger Finanzausgleichszahlungen vom Land Niedersachsen erwartet. Gleichzeitig werden aber 800 000 Euro höhere Ausgaben im Kita-Bereich taxiert. Auch durch die Einführung des Ganztagsschulbetriebs an der Grundschule Wesendorf entstehen noch einmal Kosten von 80 000 Euro. Weber verwies daher erneut – wie bereits im Feuerschutzausschuss – auf die notwendige Erhöhung der Samtgemeindeumlage. Die Gruppe CDU/FDP/UfdSW wiederum fordert Einsparungen bei den Sach- und Dienstleistungen in Höhe von 10 Prozent, damit es nicht zu einer Erhöhung kommt. Weber verwies darauf, dass dies für den Bereich der Kitas und Schulen 144 600 Euro sind – vieles davon lasse sich aus seiner Sicht nicht kürzen. Darunter fielen beispielsweise Mieten an das DRK und die Kirche.

Ausschussvorsitzender Herbert Pieper (CDU) gab während der Sitzung mehrmals seinen Vorsitz ab, um Nachfragen zu stellen und sich an der Debatte zu beteiligen. Von Karin Single, die das DRK vertrat, wollte er wissen, wie die Kosten von 800 000 Euro zustande kommen. Single: „Das sind vor allem Personalkosten.“ Um eine reibungslose Betreuung für die Samtgemeinde zu ermöglichen, werde der Lohnschlüssel regelmäßig angepasst. Auch für Kita-Außenstelle in Schönewörde wird bereits Personal eingestellt. Besonder hierzu wurde kontrovers diskutiert. Ob es überhaupt absehbar sei, dass der geplante Termin am 1. August haltbar sei, wollte Siegfried Weiß (SPD) wissen, der Tobias Heilmann vertrat. Daher könne man sich doch einige Kosten sparen. Melanie Schulze (CDU) kritisierte den Vorschlag. Single erklärte: „Am 1. August sind die Auszubildenden fertig, die wir dann natürlich gerne halten wollen.“ In der Übergangszeit könnten diese in anderen Gebietseinheiten eingesetzt werden, wodurch die Abschläge für die Samtgemeinde Wesendorf sich dann natürlich reduzierten.

Pieper erkundigte sich auch zum Thema I-Serv in den Grundschulen. Ob so eine Digitalisierungs-Infrastruktur schon an Grundschulen benötigt werde? Jörg Bratz, Schulleiter der Wesendorfer Grundschule am Lerchenberg, bejahte. „I-Serv ist auch für die Grundschulen interessant. Besonders in der Corona-Zeit sind Medien notwendig.“ Bratz erklärte, dass man I-Serv als Ergänzung zur Bildungscloud verstehen sollte. Katja Wölfer, Rektorin der OBS ergänzte: „Zudem sind die Server für die Administratoren interessant. Die Vernetzung unter den Schulen ist, was Lizenzen angeht, ebenfalls besser.“ Erster Samtgemeinderat Marc Bludau erklärte zudem, dass sich so langfristig Serverkapazitäten – etwa in Wahrenholz – einsparen lassen und in Wesendorf gebündelt werden. So könnten an der Stelle Kosten eingespart werden.

Am Ende wurden jeweils alle Haushalte empfohlen.

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