Düstere Prognose: Einwohnerzahl sinkt bis 2030 um 14 Prozent

Wesendorf schrumpft

Im Wesendorfer Rathaus laufen die Fäden zusammen: Bürger sind gefordert, sich mit Vorschlägen und Ideen an der Entwicklung der Gemeinde Wesendorf zu beteiligen. Foto: Archiv

Wesendorf. Die Prognosen sehen düster aus: Bis zum Jahr 2030 wird die Einwohnerzahl der Gemeinde Wesendorf um bis zu 14 Prozent schrumpfen, rechnet Erster Samtgemeinderat René Weber vor. Derzeit hat die Gemeinde 5000 Einwohner.

„Um diesem Einwohnerschwund zu begegnen, muss gehandelt werden“, hatte Weber in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend im Wesendorfer Rathaus deutlich gemacht. Gegensteuern will die Gemeinde mit der Fortschreibung des Gemeindeentwicklungskonzeptes. Frauke Schwerdt, Stadtplanerin im Büro Dr. Schwerdt in Braunschweig, wurde damit beauftragt, Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Aber auch die Bürger sind gefordert, sich zu beteiligen. Vorschläge sind willkommen, war sich der Bauausschuss einig, der unter dem Vorsitz von Reiner Fromhage (SPD) tagte.

Das Schrumpfen der Bevölkerung hat auch Auswirkungen auf die Infrastruktur in der Gemeinde. So würden beispielsweise die Kosten für die Unterhaltung von Straßen und dem Abwassersystem für jeden einzelnen Bürger steigen, „denn der Aufwand und die Kosten sind nach wie vor der gleiche“, sagt Weber, der auch Leiter des Bauamtes ist.

Ziel des Gemeindeentwicklungskonzeptes müsse es sein, Wesendorf lebenswerter zu gestalten, um Anreize zu schaffen, dass Menschen nach Wesendorf ziehen. Dass die Geburtenzahlen von Jahr zu Jahr sinken, ist kein Geheimnis. Doch hierauf hat die Gemeinde keinen Einfluss.

So könnte in das Konzept einfließen, dass vorerst keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden, sondern der Ortskern gestärkt wird. Hier könnten leerstehende Grundstücke bebaut, marode Gebäude saniert oder abgerissen und neue Häuser gebaut werden. „Geklärt werden muss auch, wie es mit dem Gewerbe weitergeht und wie das öffentliche Grün ins Konzept eingebunden werden kann“, machte Weber deutlich. Es gehe auch um die Frage, was man mit der alten Oppermann-Siedlung mache.

Wichtig ist dem Bauausschuss, dass sich die Wesendorfer in die Planungen einbringen und Vorschläge und Ideen entwickeln. Diese können sie schriftlich einreichen oder per Mail an r.weber@sg-wesendorf.de schicken. Seite 8

Von Walter Manicke

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