Bauausschuss will trotz Empfehlung 1,5 Millionen sparen

Wesendorf: Rotstift bei der Feuerwehr angesetzt

Entgegen der Empfehlung des Feuerwehrschutzausschusses (hier bei der jüngsten Bereisung) soll am neuen Feuerwehrhaus in Wesendorf gespart werden.
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Entgegen der Empfehlung des Feuerwehrschutzausschusses (hier bei der jüngsten Bereisung) soll am neuen Feuerwehrhaus in Wesendorf gespart werden.

Wesendorf – Nur noch 3 Millionen statt 4,5 Millionen Euro: Der Ausschuss für Bau, Planung und Umweltfragen der Samtgemeinde Wesendorf hat im Haushalt für den Brandschutz ordentlich den Rotstift angesetzt.

Und das, obwohl der Feuerschutzausschuss die Punkte so empfohlen hatte. Damals war die Devise: „An der Feuerwehr wird nicht gespart. “ Am Donnerstag sah der Bauausschuss das jedenfalls anders.

Gespart werden soll vor allem am Feuerwehrgerätehaus in Wesendorf. Friedrich Prilop (CDU) meinte: „Ich habe Probleme mit der Vorlage.“ Die Verpflichtungsermächtigung für 2022 sollte demnach um 1 Million Euro gesenkt werden – statt 3,5 also nur 2,5 Millionen Euro. Siegfried Weiß (SPD) stellte den Antrag, die Kosten für den Neubau für 2021 von 1 Millionen Euro zu halbieren. Samtgemeindebürgermeister René Weber erklärte: „Die Zahlen sind keine Erfindung, sondern von einem Experten berechnet. Wenn das Feuerwehrhaus nur 3,5 statt 4,5 Millionen kosten soll, sind manche Optionen nicht mehr umsetzbar.“ Der Standort in der Dorfmitte komme dann wohl nicht mehr infrage, warf Melanie Schulze (CDU) ein. Ernst Pape (USG) sagte: „Dann ist das eben so.“ Der Ausschuss stimmte dann einstimmig für die beiden Änderungen.

Auch die Investitionen am Feuerwehrgerätehaus in Pollhöfen wurden angefasst. So sollen für die Außenanlage nur noch 20 000 statt 30 000 Euro fließen. Das Bauamt erklärte, dass es dann nur Flickwerk werden würde. Außerdem werde die Außenfläche in dem Zuge barrierefrei – für Gebäude der Samtgemeinde eine Pflicht. Melanie Schulze (CDU) warb dafür, die Kosten nicht zu ändern – bei einer Nein-Stimme wurde die Änderung jedoch beschlossen.

Weber erinnerte während der Sitzung daran, dass alle aufgeführten Haushaltsposten so im Feuerwehrbedarfsplan standen. Dieser wurde dann auch so verabschiedet. Andere Punkte fallen in den Bereich gesetzliche Unfallversicherung (GUV) oder Feuerwehr-Unfallkasse (FUK). „Ich muss darauf hinweisen, sonst mache ich mich strafbar. Die Beschlüsse fasst jedoch die Politik.“ Er freue sich, dass endlich mal über die Punkte diskutiert werde.

Auch bei den Abgasabsauganlagen sollte zunächst geschoben werden. Pape wollte die Anlage für Pollhöfen auf 2022 schieben, da das neue Fahrzeug bis dahin ohnehin nicht kommen werde. „2022 haben wir vielleicht nicht mehr so viel mit Corona zu tun.“ Weber warf ein, dass nach GUV- und FUK-Normen die Anlagen Pflicht seien. Prilop und Pape waren sich jedoch unsicher, ob dies auch bei einem Fahrzeug gilt – oder ob es Ausnahmen für Benzinmotoren gibt. Das Bauamt soll dies nun prüfen, die Entscheidung soll dann der Finanzausschuss fällen. Insgesamt sind für die Abgasabsauganlagen 43 000 Euro im Haushalt vorgesehen.

Bei den Anbauten für die Feuerwehrhäuser in Ummern und Groß Oesingen sowie beim Umbau in Betzhorn soll nicht gespart werden. Ausschussvorsitzender Jürgen Schulze (CDU): „Irgendwann holt uns die Schwarz-Weiß-Trennung ein, wenn wir nicht umrüsten.“

Am Ende wurde der Haushalt mit den Änderungen einstimmig empfohlen, nun ist der Finanzausschuss an diesem Donnerstag am Zug.

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