Areal-Zukunft treibt Bürger um

Wesendorf: Pläne für Hof Wegmeyer?

Hof Wegmeyer in Wesendorfs Ortskern.
+
Was wird mit dem Hof Wegmeyer in Wesendorfs Ortskern passieren? Diese Frage beschäftigte die Bürger bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.
  • VonBurkhard Ohse
    schließen

Wesendorf – Die Entscheidung, ob Bebauungsplan oder städtebaulicher Vertrag zur Errichtung einer Windkraftanlage in der Gemeindegemarkung, passierte jetzt bei einer Gegenstimme den Wesendorfer Gemeinderat - zugunsten des Vertrages, wie schon im Bauausschuss. Auf eine Diskussion verzichteten die Ratsmitglieder, nachdem Bürgermeister Holger Schulz (SPD) noch einmal die Vorteile eines Vertrags erläutert hatte. Dagegen beschäftigte die Bürger etwas anderes.

Thema im Schützenhaus war nämlich eher, was mit dem alten Hof Wegmeyer im Wesendorfer Dorfkern passieren sollte. Da fühlten sich einige Einwohner falsch informiert oder gar hintergangen, nachdem die Verwaltung vor eineinhalb Jahren mit den Bürgern gesprochen hatte. Schulz berichtete, dass man mit zwei Investoren im Gespräch sei. Der Hof samt 10 000 Quadratmeter großem Grundstück war vor vier Jahren von der Gemeinde gekauft worden (das IK berichtete). „Das ist das letzte Fleckchen Erde der Gemeinde im Dorfkern“, befand ein Bürger, der befürchtete, dass dort „ein Klotz“ errichtet wird. Denn zu den Investoren gehöre auch ein Altenheimbetreiber und ein Investor, der für solche Gebäude bekannt sei. „Das Ganze soll offensichtlich abgewickelt werden“, lautet die Befürchtung.

Interfraktionelle Gespräche

Zumindest die Angst, dass bereits irgendetwas beschlossen sei, konnte Schulz nehmen. Es habe interfraktionelle Gespräche über die Zukunft des Areals gegeben, die aber bisher kein Ergebnis erbracht hätten. „Wir müssen uns erst einmal schlau machen, was man da alles machen kann“, sagte der Bürgermeister. Zudem soll sich der Gemeinderat zunächst einmal eine Meinung bilden. Schulz sagte eine Bürgerbeteiligung vor einem Ratsbeschluss zu.

Eine Nachnutzungsentscheidung treffe dann ohnehin der neue Gemeinderat. Konkrete Ideen gebe es aber schon. Wohnen von Alt und Jung, eine Eisdiele, ein Gemeinschaftsraum für die Bürger oder eine grüne Wiese für Feste stehen auf der Wunschliste. Verkäufe, so Schulz, gebe es aber noch nicht. Er warnte allerdings davor, das Projekt allzu lange hinauszuzögern. Zu befürchten sei dann, dass immer mehr Investoren mit anderen Ideen dazukämen. Das würde die Planungen immer weiter in die Zukunft schieben. „Wir sollten erst das Gesamtkonzept abwarten“, sagte Andreas Hoffmann (SPD) dazu. Dann werde man die Bevölkerung fragen und danach erst eine Entscheidung treffen.

In seinem Bericht erwähnte Schulz auch die Zahl der Einwohner zum 31. Juli. Elf Bürger mehr sind es geworden, insgesamt liege die Gemeinde nun bei 5765. In der Gemeindekasse befinden sich derzeit 6,97 Millionen Euro. Bei der Sanierung der Fahrbahn der K 7, bei der auch der Wasserverband Maßnahmen vornehme, gebe es derzeit Probleme mit dem Verkehr. Der suche sich Wege, vor allem der Schwerlastverkehr. Zur Geschwindigkeitsreduzierung habe man etwa Schwellen in der Brunnenstraße ausgelegt. Diese sei zudem für Fahrzeuge, die mehr als ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen haben, gesperrt. Die Sanierung des Spielplatzes am Hortensienweg, auf dem neue Geräte installiert werden sollen, ist in vollem Gange. Demnächst werden die Spielgeräte kommen, gab Schulz bekannt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare