Unmut bei Anliegern

Wesendorf: Lkw-Verkehr im Angerhoop: „Da wackeln die Fenster“

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Im Angerhoop herrscht seit zwei Jahren erhöhtes Verkehrsaufkommen, auch durch Lkw.

Wesendorf – Hohes Verkehrsaufkommen, dauerparkende Lkw und Lärm durch rangierende Sattelschlepper: Dieter Kitzmann sprach in der Einwohnerfragestunde der Wesendorfer Gemeinderatssitzung am Montagabend seinen Unmut aus.

Die Situation belaste die Anlieger am Angerhoop, der Lessing- sowie der Goethestraße und sei nicht mehr hinnehmbar.

„Man sieht die Fahrzeuge oft im Minutentakt durch das Wohngebiet heizen“, klagte der Wesendorfer. Eigentlich gebe es eine Vereinbarung, dass Warenlieferungen an den Netto-Markt an der Wittinger Straße erst ab 6 Uhr morgens erfolgen sollten. „Daran hält sich aber keiner. Selbst, wenn sie nicht direkt anliefern, rangieren sie schon ab 4 oder 5 Uhr morgens“, so der Anwohner. „Da wackeln die Fenster.“ Auf eine entsprechende Anfrage bei Netto habe er lediglich eine unbefriedigende „Musterantwort“ erhalten.

Ein weiteres Problem sei, dass nicht nur der Lkw-Verkehr massiv zugenommen habe, sondern auch die Sattelschlepper oft im Wohngebiet abgestellt würden. „Die Polizei unternimmt da nichts – der ruhende Verkehr sei Sache der Gemeinde“, so Kitzmann. „Seit mehr als zwei Jahren müssen wir eine deutliche Verschlechterung der Wohnqualität feststellen.“

Bürgermeister Holger Schulz räumte ein: „Das ganze ist ein Riesenproblem.“ Das Verkehrsaufkommen im Angerhoop hänge nun mal mit der Ansiedlung des Netto-Marktes zusammen, daran werde sich wenig ändern lassen. „Aber: Tempo 30 wird dort von vielen nicht eingehalten. Und das geht nun mal nicht.“

Er wolle entsprechende Maßnahmen prüfen lassen, um den Verkehr dort zu entschleunigen. „Das wird sich nur über Behinderungen machen lassen, etwa in Form von Bodenwellen.“ In Sachen Anlieferungszeiten habe er sich ebenfalls bei Netto erkundigt und ebenfalls eine wenig befriedigende „Musterantwort“ erhalten. „Aber da bleiben wir am Ball.“

Kitzmann merkte an, dass es da langfristig sicherlich eine „bilaterale Lösung“ geben werde. Es müsse dennoch „ein Parkverbot wie im Eichenweg zum Schutz der Bürger geben“. So etwas sei dort aber laut Schulz nicht machbar. „Die Straßenverkehrsbehörde sieht dort keine Möglichkeit dafür.“

Jürgen Hildebrandt (SPD) regte an, nach alternativen Parkmöglichkeiten für die Lkw, aber gleichzeitig auch weitere Gespräche mit den Behörden zu suchen. „Irgendwie muss sich das ja unter einen Hut bringen lassen.“ Schulz sagte, er könne sich als Lösung möglicherweise eine Parkfläche für Lkw außerhalb der Ortschaft an der K 7 vorstellen. „Wir werden aber noch weitere Gespräche mit der Polizei und dem Landkreis führen“, kündigte der Bürgermeister an.

VON DENNIS KLÜTING

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