„Nägel mit Köpfen machen“

Wesendorf: Krümme-Kreuzung und Ummersche Kreuzung sollen Kreisel bekommen

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Die Krümme-Kreuzung (Foto) und die Ummersche Kreuzung gehören zu den gefährlichsten Unfallstellen im Landkreis. Über Kreisel sollen sie entschärft werden.

Wesendorf – Zwei wichtige Anschlussstellen an die B 4 bei Wesendorf sollen in Zukunft jeweils über einen Kreisverkehr angefahren werden. Sowohl an der Krümme-Kreuzung als auch an der Ummerschen Kreuzung soll ein Kreisel gebaut werden.

Michael Peuke, Fachbereichsleiter Planung der Landesstraßenbaubehörde

Beide Kreuzungen tauchen in der Unfallstatistik der Polizei als Unfallschwerpunkte auf. Dem soll der Bau der Kreisel entgegenwirken. „Der Antrag für die Krümme-Kreuzung ist älter, daher soll er auch zuerst abgewickelt werden“, erklärt Michael Peuke, Fachbereichsleiter Planung bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel. Der Entwurf sei soweit fertig, nun warte man auf das Baurecht. Da allerdings ein Planfeststellungsverfahren nötig sei, ist laut Peuke kaum mit einem Baustart vor 2021 zu rechnen. „Wir sind aus den Verhandlungen nicht ganz einvernehmlich herausgegangen“, sagte er. „Aber wir müssen nun einfach Nägel mit Köpfen machen.“

Auch an der Ummerschen Kreuzung (Foto) soll ein Kreisel gebaut werden.

Bei der Ummerschen Kreuzung resultiert der Kreisel aus dem Radweg an der L 284, den die Gemeinde Wesendorf baut (das IK berichtete). Dafür entstehe gerade die Entwurfsplanung, mit einem Baubeginn könne laut Peuke etwa ein halbes Jahr nach dem Krümme-Kreisel gerechnet werden.

Und auch die Fahrbahn zwischen den beiden Kreuzungsbereichen soll erneuert werden. „Bei der Strecke sind wir disponibel“, sagte Peuke. „Da haben wir reines Baurecht. Da müssen wir dann die Anwohner informieren und sicherstellen, dass sie zu ihren Häusern kommen.“

Die Planung der beiden Kreisel dagegen sei deutlich umständlicher. „Für eine Vollsperrung ist das verkehrsaufkommen eigentlich zu hoch“, erklärte Peuke. „Besonders für die Krümme-Kreuzung wäre es schwierig, eine geeignete Umleitung zu finden.“ Aber auch eine halbseitige Sperrung während der Bauarbeiten berge Tücken, gerade auf der stark befahrenen B 4. „Wir werden da alle Möglichkeiten sondieren“, so Peuke.

VON DENNIS KLÜTING

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