Telekom will ab Mitte Juli Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s anbieten / Wagenhoff: Ausbau im vierten Quartal

Wesendorf kann bald schneller surfen

+
Manfred Rücker (v.l.) stellte Holger Schulz und Siegfried Weiß die Ausbaupläne für Wesendorf vor.

Wesendorf/Wagenhoff. Wesendorf soll schon bald in den Genuss schnelleren Internets kommen – und auch Wagenhoff soll noch dieses Jahr auf die linke Spur der Datenautobahn wechseln können.

Details zum Breitbandausbau der Deutschen Telekom stellte Manfred Rücker, Regio Manager des Unternehmens, gestern den Bürgermeistern in Wesendorf und Wagenhoff vor.

So erklärte Rücker Wesendorfs Bürgermeister Holger Schulz und seinem Stellvertreter Siegfried Weiß, dass bereits ab 14. Juli 1450 Haushalte in Wesendorf mit 100 Mbit/s versorgt werden können, weitere 380 Haushalte sollen im vierten Quartal folgen. „Natürlich ist die Geschwindigkeit am Ende auch abhängig von der Entfernung zum Schaltkasten“, sagte Rücker. Seit März läuft der Ausbau in Wesendorf, dabei werden rund sechs Kilometer Glasfaser verlegt und acht Verteilerkästen ausgebaut. Die Siedlung Hasenberg und der Ortsteil Westerholz sind davon ausgenommen, da sie in einem anderen Vorwahlbereich liegen. Aber auch in Wesendorf gibt es Ausnahmen. „Zwei Verteilerboxen durften wir nicht ausbauen“, erklärte Rücker. Davon betroffen sind 75 Haushalte, etwa im Bültenmoor im Nordwesten sowie auch einige Straßen im Südosten des Ortes. Diese können aber an das vom Landkreis geplante Glasfasernetz angeschlossen werden.

In Wagenhoff wurden Andreas Wedler (v.l.), Kai Jorkuweit und Claudia Bergmann von Rücker informiert.

Auch in Wagenhoff soll das Breitbandangebot ausgebaut werden. Dort muss man sich allerdings bis zum vierten Quartal gedulden, dann sollen rund 640 Haushalte in den Genuss schnelleren Internets kommen. Auch in Wagenhoff werden nicht alle Verteilerkästen ausgebaut, dort seien aber nur gut zehn Haushalte betroffen, wie Rücker der Bürgermeisterin Claudia Bergmann, ihrem Stellvertreter Kai Jorkuweit und Verwaltungsvertreter Andreas Wedler erläuterte. Insgesamt verlegt die Telekom in Wagenhoff rund acht Kilometer Glasfaserkabel und baut sechs Verteiler aus. Zu den Kosten des Ausbaus machte Rücker keine genauen Angaben. „Das Teuerste ist der Tiefbau“, erklärte er. „Dabei kann man pro Kilometer etwa 60 000 Euro rechnen.“ Allerdings würden die Glasfaserkabel in Wesendorf und Wagenhoff nicht alle nur im Tiefbau verlegt.

Von Dennis Klüting

-----

Wie der Ausbau über Vektoring funktioniert: 

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Der Verteiler wird zu einem sogenannten Multifunktionsgehäuse umgebaut. Darin wird das Lichtsignal aus dem Glasfaserkabel in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort aus über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss der Kunden übertragen. Durch den Einsatz von Glasfaser-Technologie werden elektromagnetische Störungen beseitigt und somit höhere Datendurchsätze erzielt. Da aber das Signal vom Multifunktionsgehäuse weiterhin per Kupferkabel weitergegeben wird, entsteht an dieser Stelle ein „Flaschenhals“, der die maximal mögliche Geschwindigkeit limitiert. Außerdem kann der Datendurchsatz mit steigender Entfernung zum Multifunktionsgehäuse abnehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare