Maßnahmen an 394 von 583 Bäumen

Wesendorf investiert rund 175.000 Euro in Unterhaltung und Kataster

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In der Alten Heerstraße wurden 77 Bäume für das Kataster erfasst.

Wesendorf – Nach der Abschaffung der Baumschutzsatzung hatte sich der Wesendorfer Gemeinderat für die Erstellung eines Baumkatasters ausgesprochen. Die ersten Bäume wurden mittlerweile erfasst und überprüft.

Die notwendigen Maßnahmen fallen deutlich umfangreicher als bisher aus: Rund 175.000 Euro will die Gemeinde in die Hand nehmen, um die Bäume zu pflegen. Dafür sprach sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig aus.

Insgesamt wurden 583 Gemeindebäume geprüft und nach Straßen durchnummeriert, und deren Daten wie Baumart, Maße und Standort werden ebenso im Kataster erfasst wie nötige Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen. An 394 Bäumen wurde Handlungsbedarf festgestellt: Für den Großteil, 378 Bäume, wurden die genauen Maßnahmen definiert, um die Verkehrssicherheit wieder herzustellen. 16 Bäume wurden als nicht erhaltungswürdig eingestuft und sollen gefällt werden. Die Handlungen sollen in drei Abschnitten erfolgen: Bei akuter Verkehrsgefährdung sofort, ohne akute Gefährdung im dritten Quartal, bei Fällung im vierten Quartal außerhalb der Brut- und Setzzeit.

Die Kosten für die Maßnahmen belaufen sich auf 1.000 Euro für die Ausschreibung und geschätzte Kosten für die Umsetzung der Maßnahmen von 400 Euro pro Baum – rund 160.000 Euro. Dabei handelt es sich jedoch um eine grobe Kalkulation, die Kosten können etwa durch die Notwendigkeit von Hubsteigereinsätzen abweichen. Außerdem soll auch der noch nicht untersuchte Baumbestand erfasst werden. Dazu will die Gemeinde Mittel von 12.000 Euro in den Haushalt einstellen. Weitere 1.000 Euro werden für die Ausschreibung der nötigen Maßnahmen für die Restbäume schon eingeplant.

Andreas Hoffmann (SPD) erklärte, dass dieses Vorgehen sinnvoll sei: „Ja, es ist teurer, als wir ursprünglich gedacht hatten. Aber wir haben an rund 400 von den gut 500 Bäumen etwas gefunden. Da müssen wir handeln.“ Auch Friedrich Prilop (CDU) sah den Handlungsbedarf, auch wenn „wir von einem vierstelligen Betrag ausgegangen sind und nun bei einem sechsstelligen liegen.“ Er schlug vor, dass man bei der Umsetzung versuchen sollte, die Hubsteigereinsätze möglichst begrenzt zu halten. „Vielleicht können wir bei den Birken eher mehr absägen, als direkt den Hubsteiger anrücken zu lassen?“ Seine Anregung wurde aufgenommen.

Der Rat stimmte der Ausschreibung und der Einstellung der Mittel und der Beauftragung für die verbliebenen Bäume einmütig zu.

VON DENNIS KLÜTING

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