Studentin stellt Machbarkeitsstudie bei Ratssitzung am Montag vor

Wesendorf: 51 Ideen für Hof an der Celler Straße

+
Für die Nachnutzung des ehemaligen Hofs Wegmeyer wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, die Ergebnisse werden am Montag vorgestellt.

Wesendorf – Ein Haus der Vereine? Ein Mehrgenerationen-Wohngebäude? Ein Feuerwehrhaus? Oder doch lieber ein Platz für einen Wochenmarkt? Ideen für die Nachnutzung des ehemaligen Hofs Wegmeyer an der Celler Straße gibt es mehrere.

Doch bislang konnte sich die Wesendorfer Politik noch nicht für ein Konzept entscheiden. Dies soll durch eine Machbarkeitsstudie erleichtert werden. Die Ergebnisse will Verfasserin Maren Ohlhoff am Montag bei der Sitzung des Gemeinderates vorstellen.

2017 hatte die Gemeinde Wesendorf das 10 750 Quadratmeter große Grundstück gekauft – seitdem steht der Hof leer. Um die Möglichkeiten einer Nachnutzung näher aufzuschlüsseln und auch die Wesendorfer Bürger in den Prozess einzubinden, hat Maren Ohlhoff, Studentin an der Universität Vechta, im Rahmen ihrer Masterarbeit eine Machbarkeitsstudie erstellt. Ohlhoff hat Fragebögen entwickelt, die die Wesendorfer digital oder auch in Papierform ausfüllen konnten. Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass diese nicht repräsentativ sind, wie Ohlhoff schreibt. Denn sie bekam 75 Fragebögen zurück, 1,13 Prozent der Wesendorfer haben sich eingebracht. Dennoch ließen sich laut Ohlhoff Tendenzen erkennen.

Besonders wünschten sich die teilnehmenden Wesendorfer Verbesserungen im Bereich „Ausgehmöglichkeiten“, wie Restaurants und Cafés. Besonders sei der Wunsch nach einer Eisdiele hervorzuheben.

Überrascht wurde Ohlhoff vom angegebenen hohen Verbesserungsbedarf im Bereich „Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen“, da dies aus der Bestandsaufnahme nicht zu erkennen gewesen sei. Doch der Wunsch nach einem Drogeriemarkt und einem Wochenmarkt wurden häufig als besonders wichtig eingestuft.

An dritter Stelle nannten die teilnehmenden Wesendorfer den Bereich „Wohnraum“, dabei die Vorschläge altersgerechtes/barrierefreies Wohnen und Mehrgenerationenwohnen.

Über die Hälfte der Befragten sprach sich für die Erhaltung oder zumindest die Teilerhaltung der Bäume und der Grünflächen aus. Damit wurde Ideen verknüpft, diese als „Aushängeschild“ für Wesendorf zu gestalten und etwa eine Streuobstwiese oder einen Bienenstützpunkt anzulegen. In puncto Gebäude wünschte sich ein großer Teil der Befragten, dass der ortskerntypische Charakter erhalten bleiben und eventuelle Neubauten nicht zu modern ausfallen sollten.

Insgesamt 51 verschiedene Ideen wurden für den Fragebogen formuliert, für die Punkte vergeben wurden. Durch die Möglichkeit, Ideen für besonders gut oder besonders schlecht einzustufen, konnte Ohlhoff Kontroversen herausarbeiten. Als besonders umstritten zeigte sich der Vorschlag Feuerwehrhaus. Als besonders positiv fielen dabei die Ideen Wochenmarkt, Grüne Lunge und Mehrgenerationenwohnen auf, die keine negativen Bewertungen erhielten, aber oft als gute Idee hervorgehoben wurden.

Insgesamt lasse sich erkennen, dass viele Ideen bevorzugt werden, die Begegnungen ermöglichen. Ferner stehen oft Angebote für ältere Generationen im Vordergrund.

VON DENNIS KLÜTING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare