Keine Munitionsreste gefunden

K 7 bei Wesendorf: Freie Bahn für Radwegbau

Der Radweg an der Kreisstraße 7 zwischen Wesendorf und Wagenhoff soll bis Ende September saniert werden. Rad- und Autofahrer müssen entlang der Strecke mit Behinderungen rechnen.
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Der Radweg an der Kreisstraße 7 zwischen Wesendorf und Wagenhoff soll bis Ende September saniert werden. Rad- und Autofahrer müssen entlang der Strecke mit Behinderungen rechnen.

Wesendorf/Wagenhoff – Nur ein paar Platzpatronen der Bundeswehr seien gefunden worden, teilt Landrat Dr. Andreas Ebel auf IK-Nachfrage mit. Damit endete die Suche nach Munitionsresten entlang des Radweges an der K 7 zwischen Wesendorf und Wagenhoff.

Grund für die Suche war eine geplante Sanierung des Radweges. Diese kann jetzt fortgesetzt werden.

Bereits im Herbst 2019 sollte der 3,3 Kilometer lange Radweg zwischen der Bundesstraße 4 und dem Ortsausgang von Wesendorf erneuert werden (das IK berichtete). Dann kam das Corona-Virus und sprengte die Pläne des Landkreises. Voraussetzung für den Bau des Radweges war die Klärung der Kampfmittelfreiheit durch das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen. Hätten die Experten Splitter oder Bombenblindgänger gefunden, wären unter Umständen umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen erforderlich gewesen. Diese wären zeitlich mitten in den Lockdown gefallen, wo die Kontakt- und Abstandsbeschränkungen nicht umzusetzen gewesen wären. So verlegte der Landkreis die Sanierung in den März 2020. Und die Evakuierung blieb aus.

Zwar war der Kampfmittelbeseitigungsdienst vom 16. bis 24. Juni im Einsatz und untersuchte 435 Verdachtsstellen, jedoch habe er nur Übungsmunition der Bundeswehr gefunden, so Ebel. Somit kann der Bau des Radweges nun fortgesetzt werden. „Nachdem Mitte Juni der Asphalt abgefräst und entsorgt wurde, können jetzt Kabelschutzrohre für die Glasfaser-Ringleitung verlegt werden“, erläutert Ebel. Anschließend wird die Trasse mit zehn Zentimeter Schotter verstärkt, bevor darüber zehn Zentimeter neuer Asphalt kommen.

Die Arbeiten sollen in drei Abschnitten erfolgen, so der Landrat: 1,5 Kilometer zwischen B 4 und der Deponiezufahrt, 1,5 Kilometer von der Deponie zur Zufahrt des Hammersteinparks sowie 300 Meter von dieser Zufahrt bis nach Wesendorf. Ende September soll der Bau fertig sein.

Bis dahin müssen sich Autofahrer auf Behinderungen einstellen. In Richtung Süden, von Wesendorf bis zur Krümme, wird die K 7 zur Einbahnstraße. Der Verkehr nach Wesendorf wird über die B 4 und die Landesstraße 284 umgeleitet. Die Zufahrt bis zum Beginn der jeweiligen Bauabschnitte bleibt möglich. Radfahrer müssen bis Ende September die Straße oder ausgebaute Feldwege von Wesendorf nach Wagenhoff benutzen.

VON MARJANA MAIER

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