„Gleichmäßige Verteilung des Verkehrs“

Wesendorf: Empfehlung für B-Plan „Vor den Fuhren“ – Anwohner kritisieren Straßenführung

Den Bebauungsplan für das Mischgebiet „Vor den Fuhren“ empfahl der Bauausschuss mehrheitlich an den Gemeinderat. Die geplanten Anbindungen stießen aber bei einigen Zuhörern auf Kritik.
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Den Bebauungsplan für das Mischgebiet „Vor den Fuhren“ empfahl der Bauausschuss mehrheitlich an den Gemeinderat. Die geplanten Anbindungen stießen aber bei einigen Zuhörern auf Kritik.

Wesendorf – Der südliche Ortsausgang Wesendorfs soll sich in naher Zukunft stark verändern: Mit dem Mischgebiet Vor den Fuhren auf der sogenannten BiMa-Wiese soll ein Übergang zwischen dem Gewerbegebiet im Westen und den Wohngebieten im Osten der K 7 geschaffen werden.

Darüber hinaus ist ein Kreisel als Verkehrsknotenpunkt geplant. Der Bebauungsplan wurde bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vorgestellt und mehrheitlich an den Gemeinderat empfohlen. Anwohner äußerten allerdings Bedenken.

„Mit dem Kreisverkehrsplatz wird der Verkehr auf der K 7 entschleunigt“, erklärte Bürgermeister Holger Schulz (SPD) bei der Sitzung. Eigentlich sollte dieser Kreisel noch weiter im Süden entstehen. „Das wird sich aber nicht realisieren lassen, dann rücken wir generell zu nah an den Wald heran“, so Schulz. Daher musste die Planung entsprechend angepasst werden. „Es soll ein Ortsbild mit einem typischen Ortsausgangscharakter entstehen“, so Schulz. Das bedeute auch, dass es dort einen Gehweg geben soll. Dieser sei allerdings nur auf der Westseite möglich, auf der Ostseite könne aus technischen Gründen keiner geschaffen werden. „Das gäbe enorme Probleme mit der Entwässerung, das kriegen wir nicht hin.“

Eine neue Straße soll das Mischgebiet an das Gewerbegebiet im Hammersteinpark anbinden. Auf der östlichen Seite schließt der Kreisel über den Magnolienring die Wohngebiete Am Demoorweg und Am Demoorweg Ost an.

Und genau dafür gab es von vielen der 17 Zuschauer Kritik: Damit werde der Verkehr ja direkt durch das Wohngebiet geleitet, es entstünden neue Abkürzungen. Der Bürgermeister versuchte, zu vermitteln: „Die Anbindung an den Magnolienring soll nur für den Anliegerverkehr freigegeben werden.“ Zudem rolle der gesamte Verkehr aktuell über die Straße Krötelberg. „Mit der neuen Straßenführung verteilt sich der Verkehr gleichmäßiger“, sagte Schulz.

Überzeugt waren die Anlieger nicht. Sie befürchteten ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen und kritisierten einen fehlenden Gehweg. „Gerade für Kinder werden dort gefährliche Situationen entstehen“, war sich ein Bürger sicher.

Ausschussvorsitzender Guido Weichsel (CDU) fragte, ob es nicht möglich wäre, den Verkehr über eine Einbahnstraße vom Magnolienring auf die K 7 zu leiten. Schulz: „Möglich schon, aber die Frage ist, ob das auch zielführend wäre. Denn wir müssen auch immer noch die Verkehrssituation am Krötelberg entzerren, das würden wir damit ja nicht tun.“

Der Wesendorfer Bauausschuss empfahl den Bebauungsplan bei zwei Enthaltungen mit großer Mehrheit an den Gemeinderat. Dieser wird sich bei seiner Sitzung am Dienstag, 10. November, um 18.30 Uhr im Wesendorfer Schützenhaus mit diesem und weiteren Themen beschäftigen.

VON DENNIS KLÜTING

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