Ziel: „Charakter einer Ortsdurchfahrt“

Wesendorf: B-Plan-Vorentwurf für Mischgebiet „Vor den Fuhren“ vorgestellt

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Das Mischgebiet „Vor den Fuhren“ soll einen Übergang zwischen Gewerbe im Westen und Wohnen im Osten schaffen sowie den Charakter einer Ortsdurchfahrt herstellen. 

Wesendorf – Die genauen Planungen für das Mischgebiet „Vor den Fuhren“ wurden bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Wesendorf vorgestellt.

Mit dem Mischgebiet und den damit verbundenen Neugestaltungen im Süden des Ortes verfolgt die Gemeinde Wesendorf zwei Ziele, wie Bürgermeister Holger Schulz erläuterte: „Es soll der Charakter einer Ortsdurchfahrt hergestellt werden.“ Dazu sollen möglichst viele Zufahrten zur K 7 und zum geplanten Kreisverkehrsplatz beitragen. „Außerdem wollen wir den Verkehr entschleunigen. Denn wir alle wissen, dass da gerast wird.“ Daher soll das Ortsschild nach Süden versetzt und damit eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer erreicht werden. „Vielleicht bekommen wir mit einem Hinweis auf den Kreisel auch noch ein Stück davor mit Tempo 70 hin“, spekulierte Schulz.

Ärgerlich fand der Bürgermeister indes, dass die Wohnbebauung im östlichen Teil des Mischgebiets wegen des nötigen Waldabstandes nur in kleinerem als bislang angedachten Rahmen erfolgen kann. „Das werden sechs, maximal acht Bauplätze“, so Schulz. Die genauen Grundstückszuschnitte für die Misch- und Gewerbeflächen sollen nach Gesprächen mit Interessenten erstellt werden.

„Dann geht der Vorentwurf in die frühzeitige Beteiligung von Bürgern und von Behörden, damit danach ein finaler Entwurf erstellt werden kann“, führte Schulz aus. „Wir hoffen, dass wir das relativ schnell und zügig hinbekommen, laut Planungsbüro liegen die nötigen Unterlagen nahezu vollständig vor.“ Es fehle lediglich noch ein artenschutzrechtliches Gutachten. „Das ist auch wichtig, es ist schon zeitkritisch“, betonte der Bürgermeister. Denn die Bushaltestelle an der K 7 befinde sich noch außerhalb des Ortes – weswegen der Landkreis Gifhorn für den barrierefreien Ausbau zuständig ist. „Und die Bushaltestelle steht da ganz oben auf der Prioritätenliste und soll 2020 ausgebaut werden“, so Schulz. Ziel sei es, die für das Mischgebiet nötigen Arbeiten zusammen mit dieser Maßnahme umzusetzen. „Das wird sportlich für uns“, so Schulz. Es sei aber definitiv sinnvoll, da für die Arbeiten die K 7 halbseitig gesperrt werden müsste und die Beeinträchtigungen so minimiert würden. Der Kreisel, dessen Bauzeit mit mindestens zwei Monaten veranschlagt wird, soll ähnliche Dimensionen aufweisen wie der in der Dorfmitte. „Die brauchen wir auch für den Lkw-Verkehr“, erklärte Schulz.

VON DENNIS KLÜTING

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